DOZENTEN ARCHIV

Urban Agnas

Urban Agnas studierte in Arvika, Schweden. 1986 war er Preisträger des ARD-Wettbewerbs. Anschliessend spielte er als Solotrompeter u.a. bei den Gothenburger Symphonikern und beim Royal Stockholm Philharmonic Orchestra. Als Solist hat er mit vielen deutschen und skandinavischen Orchestern konzertiert. Nach vier Jahren als Lehrer am Royal Conservatory in Stockholm wurde er 2001 Professor an der Hochschule für Musik Köln.
 

Horiana Branisteanu

Geboren in Galati/Rumänien, Schweizer sowie Österreichische Staatsbürgerschaft, Niederlassung Deutschland.
Ab dem 8. Lebensjahr Klavierunterricht. 1960: Matura in Bukarest am Lyceum Nr.1 Gradina Icoanei. 1960–1965: Studium an der Musikhochschule „C.Porumbescu“ u.a. in den Fächern Gesang und Gesangspädagogik. 1965: Doppel-Staatsexamen als Opern- und Konzertsängerin.
1965–1972: Privatstudium in Gesangpädagogik bei Elsa Chioreanu. In den Jahren 1972 bis 1986
 ...  sang sie in 15 Ländern der Welt 36 Hauptpartien von Koloratur- bis jugendlich-dramatischen Sopran. Festivals in Glyndebourne, Wexford, Luzern, Zürich, München, Wien, Ludwigsburg. Seit 1965 rege Konzerttätigkeit in aller Welt im Bereich Lied und Oratorium. Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie W. Sawallisch, B. Haitink und L. Gardelli. Seit 1986 Lehrtätigkeit, seit 1995 ordentliche Professur für Sologesang an der Universität Mozarteum; hält Meisterkurse u.a. in Rumänien, Ägypten, Österreich und Deutschland.
Sprachen: Rumänisch, Deutsch, Englisch, Italienisch (Französisch, Spanisch, Russisch)
 

Anne Dorte Bryndum

Geboren (1958) und aufgewachsen bin ich in Kopenhagen. Seit 23 Jahren lebe und arbeite ich in Deutschland.
Als Enkelin des Cellisten des legendären Budapest String Quartett kam ich sehr früh mit Musizieren auf hohem Niveau in Berührung. Ich erfuhr dabei aber auch viel über die körperlichen Problembereiche, die bei Berufsmusikern auftreten können.
Meine international anerkannte Ausbildung zur Alexander-Technik-Lehrerin absolvierte ich bei Stanton Hobbs. Regelmäßige Fortbildungen absolvierte ich
 ...  u.a. bei Rika Cohen, Haifa und Shmuel Nelken, Jerusalem. 
Neben der langjährigen Tätigkeit in meiner Privat-Praxis unterrichte ich Alexander-Technik sowohl im In- als auch im Ausland. Seit 1995 bin ich als Dozentin für Alexander-Technik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (MHS Köln), sowie am neu gegründeten Peter-Ostwald-Institut für Musikergesundheit (POI), MHS Köln tätig. Ich bin Mitglied des Alexander-Technik-Verband-Deutschland e.V ( ATVD ) und Mitbegründerin der COOP für Alexander-Technik Köln.
Folgende Interessensgebiete unterstützen und befruchten meine Arbeit: Erkenntnisse aus dem Bereich der Neurowissenschaften und Psychologie, Yoga, Musik aus allen Genren, Körperarbeit und Sport.
 

Ariadne Daskalakis

Ariadne Daskalakis ist eine außergewöhnliche Geigerin mit einem leidenschaftlichen Interesse für die historische Entwicklung der musikalischen Sprache. In Boston (USA) als Tochter griechischer Einwanderer geboren, studierte sie Geige an der Juilliard School bei Szymon Goldberg und in Berlin bei Ilan Gronich und Thomas Brandis. Sie ergänzte ihre Ausbildung mit einem Studium an der Harvard University, wo sie 1993 ihr Bachelor of Arts erhielt, und legte ihr Konzertexamen ...  an der Hochschule der Künste Berlin ab, beides mit Auszeichnung. Die Geigerin ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, wie des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München 1998 und des St. Louis Symphony Young Artists String Competition 2000. Der 1. Preis der Berliner Gyarfas-Wettbewerbes 1992 ermöglichte ihr die Leihgabe einer Violine des Antonio Stradivarius bis zum Ende ihres Studiums. Sie wurde außerdem mit Preisen von der Harvard Music Association, dem New England Conservatory und der Dortmunder Mozart Gesellschaft ausgezeichnet. In 2000 wurde sie als Professorin für Violine an der Hochschule für Musik Köln berufen.
Konsequent gelobt werden ihre leidenschaftliche Vermittlungsgabe, ihre makellose Technik und ihr klarer, voller Klang. Ariadne Daskalakis spielte als Solistin mit Orchestern wie dem Ensemble Oriol Berlin, dem Athener Nationalen Staatsorchester, dem English Chamber Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, dem Rundfunkorchester des SWR, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Prager Kammerorchester, der Kammerakademie Potsdam und dem Kölner Kammerorchester. Einige Aufführungen finden ohne Dirigenten statt, andere wurden von so geschätzten Kollegen wie Dimitris Agrafiotis, Sergio Azzolini, Dennis Russell Davis, Michael Sanderling, Jörg-Peter Weigle und Sebastian Gottschick, ihrem Ehemann, geleitet. Sie konzertierte in Sälen wie dem Berliner Kammermusiksaal der Philharmonie, der Kölner Philharmonie, dem Herkulessaal und dem Prinzregententheater in München, dem Dortmunder Konzerthaus, dem Prager Rudolfinum, dem Pariser Théâtre du Champs-Elysées und der Jordan Hall Boston. Sie gastierte bei den Bachtagen Ansbach, den Berliner Festwochen und beim „Debut im DeutschlandRadio“. Das Repertoire von Ariadne Daskalakis umfasst Epochen vom Frühbarock bis zur Moderne, mit den Schwerpunkten J. S. Bach, Wiener Klassik und Zweite Wiener Schule. Ihre stilistische Versiertheit spiegelte sich in ihrer Zusammenarbeit mit dem Manon Quartett Berlin und in Rezitalen mit Klavier oder Cembalo wider. Sie arbeitete mit Komponisten wie Caspar Johannes Walther, Christoph Coburger, Johannes Harneit, Georg Kröll, Augusta Read Thomas und John Zorn zusammen. Eine enge Zusammenarbeit und zahlreiche eigene Einstudierungen verband sie mit dem Ensemble Oriol Berlin. Als Barockgeigerin spielte sie mit dem Ensemble Selva della Musica und war 2008 Mitbegründerin des Ensembles Vintage Köln.

Mit Pianistin Roglit Ishay nahm sie die gesamten Sonaten für Violine und Klavier von Joseph Joachim Raff und Gabriel Fauré auf (bei Tudor und Carpe Diem). Für Naxos nahm sie Werke von Lutoslawski, Szymanowski und Janacek für Violine und Klavier auf, zusammen mit Miri Yampolsky, ihrer Partnerin beim ARD-Wettbewerb. Ihre Einspielung von Tartini Violinkonzerten mit dem Kölner Kammerorchester unter Helmut Müller-Brühl wurde sowohl von Naxos als CD des Monats wie auch von der Zeitschrift „The Strad“ als „Concerto Selection“, ausgezeichnet.
 

Thomas Duis

Thomas Duis, geboren 1958, wurde bereits als Stipendiat der Deutschen Studienstiftung und des Deutschen Musikrats in allen Kontinenten mit Preisen überhäuft. Seine Ausbildung erhielt er zuvor in Wiesbaden, Hannover und Leeds. „Die Welt“ bezeichnete ihn als einen der besten Pianisten seiner Generation. Er konzertiert bei zahlreichen großen Festivals. Konzertreisen führen ihn in die ganze Welt. Mit renommierten Labels verbinden ihn Schallplattenverträge. Thomas Duis ist seit 1998 Professor und seit 2004 Rektor der Hochschule für Musik Saar. Zuvor war er ...  von 1994 bis 1998 Professor in Graz.
 

Jeanette Favaro Reuter

Die amerikanische Opernsängerin Jeanette Favaro kam 1982 nach ihrem mit Auszeichnung beendeten Magisterstudium und Engagements bei den „New York Gilbert & Sullivan Players“, „Opera Piccola“ San Francisco und „Skylight Opera“ Milwaukee zunächst an die Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau, damals unter der musikalischen Leitung von Adam Fischer. Danach gehörte sie viele Jahre zum Soloensemble des Staatstheaters Kassel. In diesen beiden Engagements sang sie nahezu alle ...  wichtigen Hauptpartien ihres Fachs, u.a. die Partien der Mimi in „La Boheme“, der Pamina in „Die Zauberflöte“, der Sophie in „Der Rosenkavalier“, der Gräfin in „Figaros Hochzeit“, der Antonia in „Hoffmans Erzählungen“, der Michaela in „Carmen“ und der Russalka in der gleichnamigen Oper, sowie Hauptpartien in zahlreichen Welt-und europäischen Uraufführungen.
Gastverträge führten sie u.a. an die Staatsoper München, an das Gran Teatro del Liceu/Barcelona, das RoTheater Rotterdam, die Oper du Rhin Strassbourg und die Alte Oper Frankfurt/M.
Neben ihrer erfolgreichen Tätigkeit als Opernsängerin ist Frau Favaro auch eine anerkannte Lied-, Konzert-, und Oratoriensängerin. Fernseh- und Funkaufnahmen in Deutschland und in den USA sowie eine 1992 erschienene Plattenaufnahme von deutsch/amerikanischen Liedern sind enstanden. Als Konzertsängerin arbeitete sie mit Dirigenten wie Klaus Martin Ziegler, Janos Kulka, Adam Fischer, Norbert Balatsch, Woldemar Nelsson, Laslo Varga und Anne Overby zusammen.
Jeanette Favaro begann schon früh, ihre Konzert- und Bühnentätigkeit mit pädagogischer Arbeit zu verbinden. So unterrichtete sie lange Jahre an verschiedenen Universitäten in den USA und als Gastprofessorin an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau sowie in internationalen Kursen. In Deutschland und in den VereinigtenStaaten war sie auch als Regisseurin für Kammeropern, ein „Mini-Musical“ und eine „One-Woman-Show“ tätig.
Von 1999 bis 2001 lebte Frau Favaro in Seattle, USA, wo sie ihre Doktorarbeit (eine kritische Übersetzung des Buches „Die Ausbildung der menschlichen Stimme“ von Franziska Martienssen-Lohmann) schrieb und gleichzeitig an der Universität unterrichtete. Im Jahr 2001 erhielt Frau Dr. Favaro eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig. Zusätzlich gehört sie ab Herbst 2005 als „Visiting Professor“ zur Gesangsfakultät des Royal College of Music in London.
 

Markus Bellheim

Spätestens seit dem Gewinn des Internationalen Messiaen-Wettbewerbs 2000 in Paris macht Markus Bellheim als einer der interessantesten und vielseitigsten Pianisten seiner Generation auf sich aufmerksam. Seine ausgedehnte Konzerttätigkeit führt ihn durch den gesamten europäischen Raum, nach Asien und Amerika. Dabei ist er Gast bei wichtigen Festivals und Konzertreihen (Beethovenfest Bonn, Kasseler Musiktage, La Roque d‘Anthéron, Kammermusikfest Lockenhaus, ...  Shanghai Music Spring Festival, etc.). Renommierte Orchester wie das hr-Sinfonieorchester Frankfurt, SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Münchner Rundfunkorchester, Northern Sinfonia, Orchestre philharmonique de Nice, Malmö SinfoniOrkester laden Bellheim ein, um mit ihm Werke des klassischen Repertoires zu interpretieren. Außerdem konzertiert er mit etablierten Ensembles für zeitgenössische Musik wie Ensemble Modern und Ensemble Intercontemporain.
In letzter Zeit arbeitete Markus Bellheim unter anderem mit den Dirigenten Sylvain Cambreling, Jonathan Nott, Karl Anton Rickenbacher und den Komponisten Steve Reich, György Kurtág und Wolfgang Rihm. Darüber hinaus ist er Kammermusikpartner namhafter Künstler wie Peter Lukas Graf und dem Minguet-Quartett.
In seinen Konzertprogrammen zeigt sich eine besondere Affinität zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Markus Bellheim spielte mehrmals unter begeisterter Resonanz von Publikum und Presse das Gesamtwerk für Klavier solo von Olivier Messiaen. Mit dem bedeutendsten Werk Messiaens für Soloklavier und Orchester, der Turangalîla-Symphonie, tritt er weltweit auf.
2008 erscheint eine ganze Reihe von Aufnahmen Bellheims, zum einen das Soloklavierwerk von Wolfgang Rihm bei NEOS, zum anderen „Vingt Regards sur l’Enfant-Jésus“ von Olivier Messiaen als erster Teil einer 4-bändigen Gesamtaufnahme des Oeuvres von Messiaen für Soloklavier. Außerdem erscheint das Klavierkonzert von Bruno Maderna in einer Aufnahme mit dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks.
Die internationale Presse reagiert äußerst positiv: „Markus Bellheim verfügt über einen Anschlagswohlklang (darin an Géza Anda erinnernd) wie eine Nuancierungsdelikatesse, die Staunen erregen. Ob martialischer Aufschrei oder gesegnete Stille, es war ein Fest des Hineinhörens in die Welt der tönenden Strukturen, wie es nicht alle Tage geboten wird.“ (Österreichische Musikzeitschrift, 2007). „Das ist der Große Bellheim der Neuen Musik, der seine Visitenkarte an Souveränität, Perfektion, Kaltblütigkeit und urmusikalischem Draufgängertum abgab.“ (Frankfurter Rundschau, 2006). „Hochachtung verdient das physische und schier unglaubliche musikalische Können des jungen Markus Bellheim, derartig riesig dimensionierte Werke im Repertoire zu haben und wie selbstverständlich über Stunden absolut konzentriert und brillant zu spielen.“ (Neue Ruhr Zeitung, 2002). „Markus Bellheim glänzte durch seine Perfektion, Reife und Meisterschaft.“ (Figaro, 2000).
Markus Bellheim, der seine Studien in Hannover, Frankfurt am Main, Würzburg und Paris absolvierte, erhielt Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Cité Internationale des Arts/Paris, außerdem den Kulturpreis der Stadt Würzburg, den Bayerischen Staatsförderpreis und wurde für den Victoire de la Musique Classique in der Kategorie Entdeckung des Jahres 2002 nominiert. Derzeit unterrichtet er Klavier an der Hochschule für Musik Würzburg.
 

Sharon Christman

Sharon Christman, Sopran, gab ihr Debut in der Metropolitan Opera mit der „Königin der Nacht“, die sie später in mehr als 20 Inszenierungen in den USA, Kanada und Südamerika gesungen hat. Sie hat zahlreiche Auszeichnungen errungen, u.a. bei der „International Liederkranz Vocal Competition“. Als Solistin sang sie u.a. mit dem National Symphony Orchestra, Montreal Symphony, Opera Orchester of New York und Miami Symphony. Viele junge Künstler hat sie unterrichtet und in ihrer Karriere gefördert. Sie ist Beraterin des Italienischen Kulturinstituts. Beim Sommerprogramm des Musikfestes von Perugia wirkt sie regelmäßig mit. Sharon Christman ist Professorin an der Catholic Universitiy of America.
 

Gregor Horsch

Der in Ettenheim geborene Gregor Horsch studierte Cello an der Musikhochschule in Freiburg bei Christoph Henkel und am Royal Northern College of Music in Manchester bei Ralph Kirshbaum, wo er sein Studium "cum laude" absolvierte. Seit 1989 lebt er in Amsterdam, wo er zuerst Solocellist des Niederländischen Ballettorchesters war. Zwei Jahre später wurde er Solocellist beim Residenz Orchester in Den Haag und seit 1997 ist er als Erster Solocellist an das Königliche Concertgebouworchester in Amsterdam verbunden, eine Tätigkeit, die er ...  mit einer Karriere als Solist, Kammermusiker und Lehrer kombiniert. Als Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe wie z.B. in London (1988), Scheveningen (1989) und Florenz (1991) gab Gregor Horsch erfolgreiche Recitals in u.a. der Wigmore Hall und der Queen Elizabeth Hall in London und dem Concertgebouw in Amsterdam und er machte Aufnahmen für den BBC Radio 3 und den niederländischen Rundfunk. Inzwischen ist er zu Gast bei wichtigen Festivals wie z.B. dem International Cello Festival in Manchester, der Cellobiennale in Amsterdam, dem Holland Festival, Delft Chamber Music Festival und bei den BBC Chamber Proms. Mit Künstlern wie Menahem Pressler, Emmanuel Ax, Vadim Repin, Janine Jansen, Nobuko Imai und Bobby McFerrin spielte er Kammermusik, als Solist trat er auf unter Dirigenten wie Yan Pascal Tortelier, Günther Herbig, Evgeny Svetlanov, Leonard Slatkin, Hans Vonk, Markus Stenz und Alan Gilbert und Jan Willem de Vriend. Gregor Horsch's Neugier nach besonderem Cello-Repertoire resultierte in Uraufführungen von Solo-Konzerten von Tristan Keuris, Wolfgang Rihm und György Kurtag und CD-Aufnahmen von Sonaten bzw. Konzerten von Emanuel Moór und Julius Röntgen. Nach jahrelanger Lehrtätigkeit and den Hochschulen von Den Haag, Amsterdam und Manchester wurde er ab 2009 als Professor an die Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf berufen. Gregor Horsch gibt Meisterkurse in England, Holland, Italien, Amerika und im Fernen Osten. Er spielt auf einem Cello von Giovanni Battista Rogeri aus dem Jahr 1696.
 

Michael Faust

Michael Faust begann seine Ausbildung in seiner Heimatstadt Köln bei Cäcilie Lamerichs und führte sie später in Hamburg bei Karlheinz Zöller und in Basel bei Auréle Nicolet fort. Neben nationalen wie internationalen Preisen erhielt er als erster deutscher Musiker den angesehenen Pro Musicis-Award 1986 in New York. Solokonzerte führten ihn seitdem in nahezu alle Länder Europas, nach Nord- und Südamerika, durch Afrika sowie nach Japan. Den Dirigenten Lorin Maazel „beeindruckte Michael Faust durch seinen großen, blühenden Ton und durch seine ausgesprochene Musikalität“, der Dirigent und Komponist Gunther Schuller schrieb: Selten trifft man auf solch einen reinen Tonglanz, Farbenreichtum und technische Überlegenheit. Es ist eine Freude, ihn spielen zu hören.
Seine Laufbahn als Orchestermusiker führte ihn mit nur 20 Jahren als Solo-Flötist an das Orchestra di Santa Cecilia in Rom, später an dieser Position zum Hamburger Philharmonischen Orchester und den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache. Seit 1988 hat er die Stelle des Soloflötisten beim WDR Sinfonierorchester Köln inne. Michael Fausts pädagogisches Engagement wird durch viele Meisterkurse dokumentiert, die er in Europa, Südamerika, Japan und den USA gibt. An der Musikhochschule Düsseldorf erhielt er auf Grund langjähriger Lehrtätigkeit eine Honorarprofessur. Außerdem war er mehrere Jahre lang Dozent bei der European Mozart Foundation in Prag und Warschau. Mehrere Komponisten schrieben Werke für Michael Faust oder das von ihm gegründete Ensemble Contrasts Köln, so u.a. York Höller, Manfred Trojahn, Heinz-Martin Lonquich, Bojidar Dimov oder Gunther Schuller. Dies und die Teilnahme an Festivals wie Darmstädter Tage für Neue Musik zeigen sein großes Engagement für die Zeitgenössische Musik. Er regte ein neues Werk Mauricio Kagels mit dem Titel „Das Konzert“ an, da es sich um das erste Solokonzert aus der Feder des großen argentinisch-deutschen Komponisten handelt. Die Uraufführung im Rahmen der Ruhr-Triennale am 2. Oktober 2003 an der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg fand bei der Presse einhellige Zustimmung.
Für die Frankfurter Allgemeinen ”brilliert Faust hochvirtuos“, die Süddeutsche Zeitung nennt den Solisten „bravourös“, für das „Online Musik Magazin“ wurde Das Konzert „zum Triumph für den exzellenten Flötisten Michael Faust“.
In dieser Saison wird Michael Faust mit „seinem Orchester“, dem WDR-Sinfonieorchester Köln unter Semyon Bychkov in der Philharmnonie Köln das Flötenkonzert des lettischen Komponisten Peteris Vasks uraufführen.
Höhepunkte seiner Karriere waren Aufführungen von Iberts Flötenkonzert mit dem Moskauer Radio-Symphonieorchester unter Vladimir Fedossejev, Aufführungen von Gunther Schullers Flötenkonzert mit dem Saint Louis Symphony Orchestra und einem Rezital im Kammermusiksaal der New Yorker Carnegie-Hall. Michael Faust bestritt Solokonzerte an so verschiedenen Orten wie der Kölner Philharmonie (u.a. Gunther Schullers Flötenkonzert mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln unter Hans Vonk und 2005 „Das Konzert“ von Mauricio Kagel mit dem Guerzenich-Orchester unter Markus Stenz), der Kioi-hall in Tokio, dem Teatro Amazonas in Manaus und in Spokane/USA, wo er jährlich Gast beim Northwest Bach Festival ist. Michael Faust trat neben einer Reihe von Kammermusikkonzerten mit dem Ensemble Contrasts Köln u.a. mit der deutschen Erstaufführung des Konzertes für Flöte und Orchester (Klezmer Rondos) des amerikanischen Komponisten Paul Schoenfield und mehreren Konzerten mit Mauricio Kagels Flötenkonzert auf und spielte u.a. „Halil“ von Leonard Berstein mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Leitung von Carl St. Clair
(siehe auch Kritik zum Zephyr Bläserquintett und die Wiederaufführung des Flötenkonzertes von John Corigliano). Neben einer großen Reihe von Produktionen für Rundfunk- und Fernsehstationen in ganz Deutschland, Frankreich, den USA und Japan nahm Michael Faust nach einer ersten Schallplattenaufnahme mit dem Pianisten Alexander Lonquich 1990 das Werk „El Cimarrón“ von Hans Werner Henze auf. Seitdem erschienen eine Vielzahl CD-Einspielungen mit Werken aus allen Epochen, so bei GM Recordings in Boston drei CDs mit Werken der Epoche Bach bis Mozart, die Michael Faust mit dem Cembalisten und langjährigen Duopartner Ilton Wjuniski in den USA einspielte, wo auch die Aufnahmen zu seiner CD mit Sonaten von César Franck und Sergej Prokofjev enstanden. Mit dem Ensemble Contrasts engagiert sich Michael Faust besonders in der Neuen Musik, was z. B. die bei cpo erschienene, ausschließlich Elliott Carter gewidmeten CD dokumentiert. Mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln unter Serge Baudo und Alun Francis nahm er u.a. Konzerte für Flöte und Orchester von J. Ibert, C. Nielsen und L. Bernstein auf (Capriccio). Diese Aufnahme fand bei der internationalen Kritik besonderen Anklang. Das in England erscheinende Magazin Gramophone bezeichnet Michael Faust „a splendid flautist and artist“, Fono Forum nennt ihn einen „profilierten Solisten“, die französische „La Traversière“ einen „interprète à découvirir“.
 

Yasunori Imamura

Yasunori Imamura wurde in Osaka (Japan) geboren. Er studierte Laute bei Eugen M. Dombois und Hopkinson Smith an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er mit dem Solistendiplom abschloss. Daneben hat er Aufführungspraxis und Generalbaßspiel bei Ton Koopman und Johann Sonnleitner und Kompositionen bei Wolfgang Neininger studiert.
Heute ist Imamura als Solist und Generalbaßspieler weltweit gefragt. Er ist Professor für Laute am Conservatoire National de Région, Strasbourg und hat
 ...  den Lehrauftrag für Laute an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main. Daneben leitet er verschiedene Meisterkurse in Europa und Fernost.
Als Solist hat er Solo-CDs aus den Lautenwerken von Johann Sebastian Bach (Etcetera), Silvius Leopold Weiss (Capriccio und Claves), Robert De Visée (Capriccio) und Simone Molinaro (Deutsche Harmonia Mundi) aufgenommen. In Fachzeitschriften erhielten sie ausgezeichnete Kritiken. So wurden die zwei letztgenannten CDs  „Weiss, Lautensonaten Vol.1“ in der Zeitschrift „Diapason“ 07-08/2006 mit dem Preis „Diapason d’Or“ und „Weiss, Lautensonaten Vol.2“ in der Zeitschrift „Crescendo“ 09-10/2008 mit dem Preis „Le Joker de Crescendo“ ausgezeichnet.
Als Generalbaßspieler hat er mit Künstlerinnen und Künstlern wie Cecilia Bartoli, Teresa Berganza, Gérard Lesne, Marc Minkowski, William Christie,  Michael Schneider, Martin Gester, Jos van Immerseel, Maurice Steger, Masaaki Suzuki, Christophe Rousset, Paul Goodwin und Alan Curtis zusammengearbeitet. Über 120 Einspielungen sind daraus entstanden.
Imamura ist Mitglied der Ensembles „La Stagione Frankfurt“, „Les Musiciens du Louvre“, „Camerata Köln“, „Le Parlement de Musique“ sowie der „Il Complesso Barocco“.
Seit 1997 leitet er das Ensemble “Fons Musicae“, mit welchem er in ganzen Europa und Fernost konzertiert. Bis jetzt hat das Ensemble fünf CDs (M. Lambert, G. Bononcini, A. Steffani und A. Caldara und F. Gasparini) aufgenommen, welche mit verschiedenen  Preisen wie „Classica“  oder „Sterne des Monats“ ausgezeichnet wurden. www.yasunoriimamura.com
 

Klaus Kaufmann

Klaus Kaufmann wurde 1948 in Rosenheim geboren. Nach dem Abitur studierte er in München, Salzburg und Stuttgart Klavier und Dirigieren. Zu seinen Lehrern zählten u.a. Wan-Ing Oei-Ong, Wladimir Horbowski und Gerhard Wimberger. Nach seinem Studium begann er an der Musikhochschule in München und am Mozarteum in Salzburg zu unterrichten.
Von 1982–1984 folgte er einer Einladung als Gastprofessor für Klavier an die Musikhochschule Musashino in Tokyo.
Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn in zahlreiche
 ...  asiatische Länder.
Er ist regelmäßig als Juror zu internationalen Wettbewerben wie „Maria Canals“ in Barcelona, Concorso pianistico in Senigallia, EPTA Wettbewerb in Zagreb etc. eingeladen.
Neben seiner pädagogischen Tätigkeit machte er zahlreiche Rundfunk- und CD Produktionen. So spielte er u.a. bei Koch-International mehrere CDs ein.
Klaus Kaufmann ist seit 2000 Professor für Klavier an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Mozarteum Salzburg.
Er war zwei Jahre Studiendekan und ist seit einigen Jahren Leiter der Abteilung für Tasteninstrumente.
Zu Gastkursen in Japan, China etc. wird er regelmäßig eingeladen und er ist Koordinator der Netzwerke ASEA-Uninet und Eurasia-Pacific-Uninet (EPU). Zusammen mit EPU hat er auch die Austrian-Chinese-Music-University aufgebaut.
 

Frithjof-Martin Grabner

Frithjof-Martin Grabner studierte an der Musikhochschule Leipzig Kontrabass bei den Professoren Achim Beyer und Konrad Siebach und Kammermusik bei Prof. Gerhard Bosse und konzertierte schon als Absolvent und Preisträger internationaler Wettbewerbe in zahlreichen Sinfoniekonzerten als Solist und als Continuo-Spieler der großen Oratorien. Er war 18 Jahre lang als Solokontrabassist an verschieden Orchestern engagiert (u.a. Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig, Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, Staatsoper Unter den Linden Berlin). Als Gast spielte Grabner beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern, an den Berliner Opernhäusern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und vielen anderen. Frithjof-Martin Grabner ist Mitglied renommierter Ensembles wie dem Bach-Collegium Stuttgart, dem Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach, dem Leipziger Consort, dem Neues Berliner Kammerorchester, der Berliner Bachakademie und dem Solisten Ensemble Berlin. Er spielte Rundfunk-, Fernseh- und CD- Aufnahmen ein. Konzertreisen führten ihn durch Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie Israel.
Grabner lehrt als Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik und Theater„Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig“ und bei internationalen Festivals. Meisterkurse gab er in Dänemark, Norwegen, Polen, Portugal und Tschechien. Im Konzert spielt Frithjof-Martin Grabner die Kopie eines Kontrabasses von Gasparo da Saló (Cremona), hergestellt in der Meisterwerkstatt Alfred Meyer in Markneukirchen.
 

Andreas Krecher

Andreas Krecher erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von 6 Jahren und war mehrfach Preisträger von „Jugend musiziert“. Nach Studien bei Herman Krebbers in Düsseldorf und Rainer Kussmaul in Freiburg ging er für ein Jahr zu Franco Gulli nach Bloomington/USA. 
1986 war Andreas Krecher Preisträger beim Internationalen „Paganini-Wettbewerb“ in Genua/Italien.
Er war Konzertmeister beim Robert-Schumann-Kammerorchester, bei den Deutschen Bachsolisten, dem Freiburger Bachorchester und dem Kölner
 ...  Kammerorchester. 1990 bis 1996 war er Konzertmeister renommierter deutscher Kulturorchester.
Seit 1997 ist Andreas Krecher Professor für Violine und Kammermusik an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Er ist ferner sowohl Primarius des Consortium Classicum als auch des Mannheimer Streichquartetts und konzertiert als Solist und als Kammermusiker in Europa, Japan und den USA u.a. bei den Ludwigsburger Festspielen, den Berliner Festwochen und dem Schleswig-Holstein-Festival. Regelmäßig gastiert er zudem in Süd-Korea, wo er neben Konzerten auch zahlreiche Meisterkurse gibt.
 

Thomas Lindhorst

Thomas Lindhorst wurde in Hameln geboren. Als Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ erhielt er bereits mit 15 Jahren ein Stipendium in der bekannten Klarinettenklasse der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold bei Prof.Gerhard Albert und Prof. Jost Michaels.
Sein anschließendes Studium mit Konzertexamen absolvierte er bei Prof. Hans-Dietrich Klaus.
In seiner Tätigkeit als langjähriger Soloklarinettist der Neuen Philharmonie Westfalen wurden mit ihm als Solist nahezu alle Standardwerke
 ...  der Sololiteratur aufgeführt.
Daneben war es schon immer die Leidenschaft zur Kammermusik, die seine musikalische Laufbahn prägte. In vielfältigen Besetzungen und Kombinationen, ob als Partner mit Klavier, als „primus inter pares“ mit Streichquartett oder als Mitlied verschiedener Bläserensembles, immer begeisterten seine tonlichen Qualitäten, seine feine, nuancierte Gestaltungsfähigkeit und große Ausdrucksbandbreite gleichermaßen Publikum wie Kritiker.
Konzertreisen führten ihn unter anderem zu Konzerten und Festivals in die USA, Belgien, Russland, Finnland, Italien, Estland, Australien u.v.m.
Seit April 2007 hat Thomas Lindhorst als Professor eine der renommiertesten deutschen Klarinettenklassen an der Hochschule für Musik in Detmold übernommen. Dieser neuen Aufgabe widmet er sich nun mit großem Engagement.
 

Andrea Lucchesini

1965 geboren, absolvierte Andrea Lucchesini seine Ausbildung in der Schule von Maria Tipo und weckte die internationale Aufmerksamkeit 1983 mit dem Sieg im Wettbewerb „Dino Ciani“, am Teatro della Scala in Mailand.
Seitdem hat er mit den angesehensten Orchestern musiziert unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Semyon Bychkov, Roberto Abbado, Riccardo Chailly, Dennis Russell Davis, Charles Dutoit, Daniele Gatti, Gianluigi Gelmetti, Daniel Harding, John Neshling, Gianandrea Noseda
 ...  und Giuseppe Sinopoli.
Im Jahre 1994 hat eine internationale Jury von Musikologen angesichts der umfangreichen Konzerttätigkeit Lucchesini den renommierten „Premio Accademia Chigiana“ verliehen, dem sich 1995 der Preis der Kritik „F. Abbiati“ anschloss.
Im Juli 2001 hat Andrea Lucchesini die neue Sonate von Luciano Berio in Zürich welturaufgeführt, auf diese Weise eine glückliche Zusammenarbeit fortsetzend, die mit dem Konzert „Echoing curves“ desselben Autors begonnen hatte. Mit diesem Werk ist Lucchesini konzertierend durch die ganze Welt gereist. Schließlich hat er das Konzert mit der London Symphony für BMG eingespielt. Die „Sonate“ hat er dann in Frankreich, Portugal, Belgien, Holland und England gespielt.
Sein Interesse für die Musik des 20. Jahrhunderts entdeckt man in seinem Repertoire und in seinen Programmvorschlägen wie auch in Tonaufnahmen und Mitschnitten – „Pierrot lunaire“ von Schönberg, „Kammerkonzert“ von Berg – aufgenommen für die Teldec mit der Dresdner Staatskapelle unter Giuseppe Sinopoli.
Mit besonderem Erfolg bei den Kritikern wurde im Jahre 2004 die Gesamtaufnahme der Klaviersonaten von Beethoven live für die Firma Stradivarius ausgezeichnet, die als „beste CD des Monats“ besondere Anerkennung fand (August 2004 in der Zeitschrift „FonoForum“).
Aber auch Lucchesinis erste Avie Record Einspielung der Gesamtaufnahme für Klavier von Luciano Berio  wurde von Zuhörern wie Kritikern mit größter Begeisterung aufgenommen: 2007 erhielt er den italienischen Preis CLASSIC VOICE  für die beste Einspielung unter den Instrumentalsolisten, bereits  „5 Stars“ in den Englischen BBC Music Magazine, Grammophon, International Record Review.
2010, nach dem Erfolg seiner Schubert Interpretation, wird AVIE Records die Schubert Impromptus veröffentlichen.
Leiter der angesehenen Scuola di Musica in Fiesole ist er zum Akademiker von Santa Cecilia in Rom ernannt worden.
 

Tobias Pelkner

geboren 1969 in Wangen/Allgäu
1979 1. Musikunterricht an der Jugendmusikschule Wangen
1985–88 Mitglied und Stimmführer im Bundesjugendorchester
1986 Solofagottist im „World-Youth-Symphony-Orchestra“ der Jeunesses Musicales
1990–93 Solofagottist im Gustav-Mahler-Jugendorchester und im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft unter Claudio Abbado u.a.
1990–95 Studium bei Prof. Rinderspacher
 ...  und Prof.Thunemann
1990 Preisträger beim Hochschulwettbewerb Fagott solo
1992 1. Preisträger beim Deutschen Musikwettbewerb mit dem Diaphonia Quintett
seit 1995 1.Solo-Fagottist Staatsoper Stuttgart
seit 2001 ständiger Gast als Solofagottist an der Bayrischen Staatsoper
seit 2007 halbe Professur für Fagott an der Musikhochschule Hamburg
2008 Ruf als Professor für Fagott an die Musikhochschule Detmold
 

Günter Pichler

Günter Pichler begann 1955 sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Mit 18 Jahren war er bereits Konzertmeister der Wiener Symphoniker und mit 21 Jahren wurde Günter Pichler von Herbert von Karajan als Konzertmeister zu den Wiener Philharmonikern berufen. 1969 erhielt er den „Mozart-Interpretationspreis“.
Seit 1963 lehrt Günter Pichler als Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und seit 1993 an der Musikhochschule in Köln. 2007 wurde er zum Leiter des Departments für Kammermusik
 ...  an der Escuela Superior de Música Reina Sophia in Madrid bestellt, außerdem unterrichtet er in zahlreichen Sommerkademien.
Viele seiner Schüler gewannen internationale Preise, sind Konzertmeister in wichtigen Orchestern, Professoren an Musikhochschulen und Universitäten und haben sich Karrieren als Solisten aufgebaut. Zu seinen Schülern zählen auch die wichtigsten und erfolgreichsten europäischen Kammermusikensembles wie zum Beispiel die Quartette Artemis, Belcea, Casals, Fauré, das Trio con brio, das Atos-, Eggner-, Morgenstern-Trio usw.
1970 gründete Günter Pichler das Alban Berg Quartett und war von da an Primarius dieses berühmten Ensembles.
Das Alban Berg Quartett, das regelmäßig in den Musikmetropolen der Welt konzertierte, ist Ehrenmitglied der Wiener Konzerthausgesellschaft und Associate Artists der Royal Festival Hall London. Es wurde mit mehr als dreißig renommierten Schallplattenpreisen ausgezeichnet.
Als Ergänzung zu seiner Quartett-Arbeit startete Günter Pichler eine Karriere als Dirigent. Seither hat er viele europäische Orchester in Konzerten und auf Tourneen dirigiert (z.B. Wiener, Lausanne und Stuttgarter Kammerorchester, Israel Chamber Orchestra, Ensemble Orchestral de Paris, Orchestra della Toscana Firenze, I Pomeriggi Milano, Hallé Orchestra Manchester, Orchestre National de Lille, Royal Flanders Philharmonic usw.). In Japan dirigierte er alle großen Orchester wie Tokio, Osaka, Sendai, Sapporo Philharmonic und das NHK Orchester Tokio. Zur Zeit ist er Artistic Advisor des Orchestra Ensemble Kanazawa.
 

Christoph Prégardien

Der Tenor Christoph Prégardien begann seine musikalische Laufbahn als Domsingknabe in seiner Geburtsstadt Limburg. Später studierte er Gesang bei Martin Gründler und Karlheinz Jarius in Frankfurt, Carla Castellani in Milano und Alois Treml in Stuttgart, sowie Liedgesang bei Hartmut Höll an der Frankfurter Musikhochschule.
Als einer der herausragenden lyrischen Tenöre unserer Zeit arbeitet Christoph Prégardien mit Dirigenten wie Barenboim, Chailly, Gardiner, Harnoncourt, Herreweghe, Luisi, Metzmacher, Nagano, Sawallisch,
 ...  Thielemann u.a. zusammen. Zu seinem Repertoire gehören neben den großen Oratorien und Passionen aus Barock, Klassik und Romantik auch Werke des 17. (Monteverdi, Purcell, Schütz) und 20. Jahrhunderts (Britten, Killmayer, Rihm, Strawinsky).
Ganz besonders geschätzt ist sein Schaffen als Liedsänger, wobei ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit seinen bevorzugten Klavierpartnern Michael Gees und Andreas Staier verbindet. Regelmäßige Einladungen zu Liederabenden nach Paris, London, Brüssel, Berlin, Köln, Amsterdam, Salzburg, Zürich, Wien, Barcelona und Genf und zu Konzertreisen durch Italien, Japan und Nordamerika belegen das internationale Renommee des Tenors. Auch bei den großen Orchestern ist Christoph Prégardien häufig zu Gast, er trat u.a. mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Concertgebouworkest Amsterdam, der Dresdener Staatskapelle, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Philharmonia Orchestra London, der Philharmonie de Radio France, dem Montréal, Boston, St.Louis und dem San Francisco Symphony Orchestra auf.
Auf dem Gebiet der Oper hat Christoph Prégardien Fachrollen wie Tamino (Die Zauberflöte), Almaviva (Der Barbier von Sevilla), Fenton (Falstaff), Don Ottavio (Don Giovanni) und Monteverdis Ulisse an großen europäischen Häusern gesungen. Die Produktion der Mozart-Oper „La Clemenza di Tito“ der Opéra National de Paris mit Christoph Prégardien in der Titelrolle und unter der Leitung von Sylvain Cambreling (2005/06) erschien als DVD bei Opus Arte.
Einen wichtigen Teil seines Repertoires hat der Sänger auf Tonträgern der großen Labels BMG, EMI, DG, Philips, Sony, Erato und Teldec dokumentiert. Seine Diskographie umfasst mittlerweile mehr als 130 Produktionen, für die er mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde.
Christoph Prégardiens Aufnahmen des deutschen romantischen Liedes - von Publikum und Fachpresse umjubelt - ernteten beispielsweise den Orphée d’Or der Académie du Disque Lyrique – Prix Georg Solti, den Preis der deutschen Schallplattenkritik, den Edison Award, den Cannes Classical Award und den Diapason d’Or.

Eine neue langfristige Zusammenarbeit verbindet Christoph Prégardien mit dem niederländischen Label Challenge Classics: als erste Produktion erschien hier im Februar 2008 Schuberts „Die schöne Müllerin“ mit Michael Gees, im Herbst 2008 folgte eine Aufnahme von Schuberts „Schwanengesang“ mit Andreas Staier. Die Produktion „Die schöne Müllerin“ wurde während der MIDEM, der größten Musikmesse der Welt, im Januar 2009 mit dem MIDEM ,Record of the Year’ Award 2009 ausgezeichnet, zusätzlich erhielt das Duo Christoph Prégardien/Michael Gees den MIDEM ,Vocal Recitals’ Award 2009. Bereits im letzten Jahr wurde die Aufnahme mit hervorragenden nationalen und internationalen Rezensionen überhäuft (u.a. Gramophone, Editor’s Choice & „Best of 2008“).

Im Januar 2009 erschien ein Live-Mitschnitt von Schuberts „Die schöne Müllerin“ als DVD beim Label EuroArts. Ein wichtiger Aspekt im musikalischen Leben Christoph Prégardiens ist die intensive und vielfältige pädagogische Arbeit. Von 2000 bis 2005 leitete er eine Klasse an der Hochschule für Musik und Theater Zürich, seit 2004 ist er Professor an der Musikhochschule Köln. In einer neuartigen Kombination aus DVD und Buch in der Reihe „Schott Master Class“ stellt er erstmals Fragen der Gesangstechnik und Interpretation in Wort, Bild und Ton vor. Filmbeispiele begleiten ihn in seinem Unterricht mit Meisterschülern.
 

Michael Hampe

Michael Hampe, Opern-, Schauspiel- und TV-Regisseur, war Intendant in Mannheim, Köln und bei den Dresdner Musikfestspielen sowie Mitglied des Direktoriums der Salzburger Festspiele. Er führte u.a. Regie an der Mailänder Scala, der Royal Opera London, der Opéra Paris, den Salzburger Festspielen, den Schwetzinger Festspielen und beim Edinburgh Festival. Er ist Professor an der Kölner Musikhochschule und an der Universität Wien; außerdem lehrt er in Tokio und Los Angeles und ist Vorstandsmitglied der Europäischen Musiktheater Akademie Wien. Michael Hampe wurde 1935 in Heidelberg geboren und studierte in den USA, München, Heidelberg und Wien, wo er zum Dr. phil. promovierte. Weiterhin ist er sehr gefragt als Berater für Theaterbau. Er ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und bedeutender internationaler Auszeichnungen.
 

Zvi Semel

Zvi Semel ist der Leiter des Fachbereichs Gesang an der Jerusalem Academy of Music and Dance in Israel. Den Schwerpunkt seines Schaffens widmet er mit Leidenschaft der musikalischen Ausbildung. Seit über 20 Jahren arbeitet er schon als Korrepetitor; zu seinen Studenten zählen zahlreiche führende israelische Sänger. ...  Des weiteren veranstaltet und leitet er verschiedenste Veranstaltungen, in denen der Gesang im Vordergrund steht, Konzerte und Workshops, darunter die jährlich stattfindende "Israeli Art Song" Serie, zur Aufführung von Schuberts „Winterreise“ und anderen Werken. Er machte den künstlerischen Abschluss (mit Auszeichnung) an der Jerusalem Academy of Music & Dance sowie den MSc in Kultur- und Musikwissenschaft an der Hebrew University in Jerusalem, Israel. In all den Jahres seiner Karriere hat er überall auf der Welt Konzerte gegeben, vornehmlich konzentriert auf Lieder und das Repertoire des israelischen Kunstliedes.
Zvi Semel hat diverse CDs mit führenden israelischen Sängern sowie für das israelische Fernsehen und Radio eingespielt.
 

Anna Serova

Anna Serova wurde in Archangelsk geboren und studierte in St. Petersburg bei V. Stopichev, an der Stauffer Accademia bei B. Giuranna und an der Accademia Chiugiana bei J. Bashmet. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Leistung erhielt sie direkt nach ihrem Examen eine Professur für Viola an ihrem Konservatorium in Petrozavodsk, einer Abteilung der St. Petersburger Hochschule.
Als Kammermusik-Partnerin spielte sie u.a. mit Bruno Giuranna und Salvatore Accardo; als Solistin trat sie in großen Konzertsälen
 ...  Russlands und Italiens auf.
Ihre letzte CD mit Schumann erhielt beste Kritiken und wurde zur CD des Monats gewählt.
Sie ist Solobratscherin im Ensemble Punti It. Anna Serova spielt regelmäßig auf dem Festival Siberia-Europa und leitet das Festival Italia-Siberia. Seit 2006 ist sie Kulturbotschafterin der Stadt Krasnoyarsk. Sie ist Professorin für Viola und Kammermusik an der Accademia Perosi in Biella; außerdem unterrichtet sie an der Accademia di Muisca di Cremona sowie an der Akademie für Musik und Theater in Krasnoyarsk.
 

Jasmin Solfaghari

Jasmin Solfaghari wurde in Freiburg im Breisgau geboren. Sie wuchs in Teheran/Iran und Freiburg auf. Nach ihrem begonnen Studium der Musikwissenschaften und Kunstgeschichte in Freiburg wechselte sie nach Hamburg zu Prof. Götz Friedrich, wo sie ihr Studium der Musiktheater-Regie mit Diplom mit Auszeichnung absolvierte.

Von 1993–98 war sie Spielleiterin an der Hamburgischen Staatsoper und arbeitete u.a. mit Marco Arturo Marelli, Harry Kupfer und Christine Mielitz. Als Assistentin war sie auch für den NDR, dem WDR und Radio Bremen für Klassik-TV-Produktionen tätig. Inszenierungen führten sie ins In- und Ausland.

Am Stadttheater Bremerhaven war sie von 2001–2004 als inszenierende Oberspielleiterin tätig. Ferner unterrichtete sie an Hochschulen wie der Sibelius Akatemia Helsinki, der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart und hielt Meisterkurse am Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper.

Von 2004–2006 war sie Oberspielleiterin der Deutschen Oper Berlin.

Seit 2006 ist Jasmin Solfaghari Professorin an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig.  Zu ihren Inszenierungen an dieser Hochschule zählen "Alcina" (2006), „Il Matrimonio segreto“ und „Die Opernprobe“ (2007), „Le nozze di Figaro“ (2008) und „Figaros toller Tag“ mit Studierenden an der Oper Leipzig 2009. In demselben Jahr  schuf sie  „Alle Wünsche sind dahin …“ Musiktheater von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy. Diese Produktion wurde 2009 als Gastspiel zu den Ludwigsburger Schloßfestspielen eingeladen. 2010 wird sie „Cosi fan tutte“ an der Leipziger Musikhochschule inszenieren.

Neben Inszenierungen an der Oper Köln („The Bassarids“/H.W. Henze 2005; „Die Lustige Witwe“ 2006 und „Tannhäuser“ 2008), inszenierte sie „Rigoletto“ am Stadttheater Klagenfurt (2007) und den „Der Barbier von Sevilla“ bei den Eutiner Festspielen (2008/09).

2009 hielt Jasmin Solfaghari erstmals Meisterkurse in den U.S.A.: am Opera Institute der Boston University, an der Iowa State University und dem Wartburg College in Waverley (IA).

Jasmin Solfaghari ist Mitglied der Künstlerischen Leitung der "Festlichen Operngala der AIDS-Stiftung", die jährlich an der Deutschen Oper Berlin stattfindet und im rbb und auf 3sat ausgestrahlt wird. Ferner ist sie Schirmherrin des „Nicaragua“-Projektes.
 

Anthony Spiri

Der Pianist Anthony Spiri gilt als einer der vielfältigsten und angesehensten Liedbegleiter, Kammermusiker und Solisten der heutigen Musikszene. Geboren in den USA, erhielt er seine Ausbildung in Cleveland und Boston, bevor ihn sein künstlerischer Werdegang nach Europa führte, wo er am Salzburger Mozarteum sein Studium abschloss.

Sein umfangreiches Repertoire, das von Alter Musik bis zu Werken des 21. Jahrhunderts reicht, hat Anthony Spiri mit Klavierabenden durch viele Länder Europas,
 ...  nach Asien und Amerika geführt.

Als Klaviersolist ist er mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Nikolaus Harnoncourt und Michael Tilson-Thomas, der Camerata Academia Salzburg, der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Ensemble Wien Modern, dem Kammerorchester Basel unter Christopher Hogwood, dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Leopold Hager und anderen Orchestern aufgetreten. Als Liedbegleiter hat Anthony Spiri mit vielen renommierten Sängern wie Peter Schreier, Marjana Lipovšek, Edith Mathis, Bernarda Fink und vielen anderen konzertiert. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen viele prominente Instrumentalisten, Streichquartette und Ensembles unserer Zeit. Von 1987–1993 war er Assistent von Nicolaus Harnoncourt am Salzburger Mozarteum.

Anthony Spiri engagiert sich auch für die zeitgenössische Musik und spielte beispielsweise Uraufführungen von Werken der Komponisten Wolfgang Rihm, Rainer Bischof, Ernst Krenek, Sofia Gubaidulina und York Höller. Als Entdecker betätigt sich Spiri bei Klavierwerken und Liedern von Eduard Marxsen, dem Kompositionslehrer von Johannes Brahms, sowie bei französischen Komponisten der Epoche Gabriel Faurés. Im Mozart-Jahr 2006 führte er zyklisch sämtliche Klavier- und Violinsonaten des Salzburger Komponisten auf.

Seine umfangreiche Diskographie ist ein weiterer Beleg seiner Vielseitigkeit. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Pianist den Werken der Söhne Johann Sebastian Bachs, deren Kompositionen er mit zahlreichen Aufnahmen auf CD festhielt. Er ist somit einer der wenigen Interpreten der Klaviermusik von Wilhelm Friedemann, Carl Philip Emanuel und Johann Christian Bach auf dem modernen Flügel.

Aktuell lebt Anthony Spiri in München und ist als Professor für Klavierkammermusik an der Musikhochschule Köln tätig.
 

Ketil Haugsand

Ketil Haugsand, Professor für Cembalo an der Hochschule für Musik Köln und einer der markantesten Cembalisten und Alte-Musik-Persöhnlichkeiten heute, studierte bei Gustav Leonhardt an der Amsterdamer Konservatorium, wo er sein Studium mit dem hochragenden Prix d’Excellence abschloss. Er lehrte an der Staatlichen Musikhochschule in Oslo, hat zahlreiche Konzert-Auftritte bei bedeutenden Festivals in Europa, in den USA und in Israel, als Solist, Kammermusiker und als Leiter oder Dirigent des Norwegischen Barockorchesters, das ArteReal Ensemble, Stavanger Symfoniorkester, das NRK Radio-Orchester in Oslo und an der Komischen Oper Berlin.
Seine CD-Aufnahmen für Simax, Virgin und Linn Records mit Werken von Louis Marchand, Jean-Philippe Rameau, Carlos Seixas, João Sousa Carvalho u.v.a., aber insbesondere seine Aufnahmen der Klavierübungen I, II und IV (den sog. Goldbergvariationen) von Johann Sebastian Bach, haben große internationale Aufmerksamkeit erregt. Der gebürtige Norweger ist häufig gefragt als Jurymitglied bei internationalen Cembalowettbewerben, u.a. in Brügge und Leipzig. Im Sommer unterrichtet er an der Akademie für Alte Musik in Tomar, Portugal, sowie am Ringve Internationalen Sommerkurs in Trondheim, Norwegen.
 

Frans Helmerson

Frans Helmerson studierte in Göteborg, Rom und London. Er spielte bereits in den siebziger Jahren mit Sergiu Celibidache und erhielt in dieser Zeit viele Anregungen durch Mstislav Rostropovich. Er hat als Solist mit einer Vielzahl bedeutender Dirigenten und Orchester gespielt und Tourneen durch alle fünf Kontinente gemacht. Dank seiner großen Liebe zur Kammermusik war er sieben Jahre Direktor des Korsholm Festivals in Finnland; auch spielt er Kammermusik auf Festivals u.a. in Verbier, Prades und Ravinia. Seit 1992 ist Helmerson Professor in Köln. Zuvor lehrte er bereits in Stockholm und Madrid.
 

Nobuko Imai

Nobuko Imai zählt zu den herausragendsten Violaspielerinnen unserer Zeit. Nach dem Studium an der Yale University und der Juilliard School gewann sie erste Preise internationaler Wettbewerbe in München und Genf. Nach ihrer Mitgliedschaft im renommierten Vermeer-Quartett begann sie eine internationale Solokarriere mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw, den Wiener Symphonikern, den Londoner Symphonikern, dem Boston und dem Chicago Symphony Orchestra. Gleichzeitig ist sie Professorin in Amsterdam und Genf. Die engagierte Kammermusikerin spielt regelmäßig mit Gidon Kremer, Yo Yo Ma, Itzhak Perlman, Andràs Schiff, Isaac Stern und Pinchas Zukerman. Im Trio musiziert sie mit Mihaela Martin und Frans Helmerson. Sie war Künstlerische Direktorin von drei Hindemith-Festivals in London, New York und Tokyo.
 

Ivo Kaltchev

Ivo Kaltchev ist Preisträger vieler internationaler Klavierwettbewerbe Er blickt auf eine erfolgreiche Karriere als Solist von Recitals und mit Orchestern sowie als Kammermusiker. Er tritt in der ganzen Welt auf, u.a. regelmäßig am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium. Er spielt Kammermusik mit Solisten der New York Metropolitan Opera ebenso wie mit Mitgliedern der New Yorker Philharmoniker und anderer renommierter Orchester. Derzeit spielt und unterrichtet er u.a. in den USA, Italien, Deutschland, Frankreich und China. Er wirkt als Juror zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe; seine Schüler haben mehr als 20 Preise bei Wettbewerben errungen. Derzeit wirkt Ivo Kaltchev als Klavierprofessor und Leiter der Klavierabteilung an der Catholic University of America in Washington; zudem ist er Gastprofessor in Peking.
 

Silvana Torto

Geboren in Chieti (Italien), schliesst Silvana Torto ihr Gesangdiplom am Konservatorium Benedetto Marcello in Venedig und Promotion in Musikwissenschaft an der dortigen Universität Ca' Foscari mit einer Doktorarbeit über die Vokalwerke von György Kurtág ab.

Entscheidend für ihre weitere Ausbildung ist ihre Begegnung mit Luisa Castellani, mit der sie das Vokalrepertoire des 20. Jahrhunderts vertieft und dann sowohl das Fortbildungskursdiplom als auch
 ...  das Solistendiplom beim Musikkonservatorium in Lugano mit Auszeichnung erhielt.

Dank ihrer grossen Vorliebe für die alte Musik hat sie daneben mittelalterliche Gesangsseminare mit Claudia Caffagni und Jill Feldman besucht und ihre Kenntnisse über Barockmadrigale und der Barockoper unter der Leitung von der Sopranistin Rossana Bertini vertieft. Dieses Repertoire hat sie mit dem Organist Gianluca Capuano und dem Cellist Marcello Scandelli im Rahmen des Festivals Musica e scienza 2008 in Pavia gesungen. Ausserdem trägt sie mit dem hervorragenden Lautenisten Yasunori Imamura das italienische Vokalrepertoire des XVII. und XVIII. Jahrhunderts vor mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Werke von Barbara Strozzi, Giulio Caccini, Girolamo Frescobaldi und Claudio Monteverdi.

Als Protagonistin bei den Erstaufführungen der Opern von Luca Mosca und Mauro Lanza  im Jahr 2000 war Silvana Torto Gast bei der Musikbiennale in Venedig, in Zusammenarbeit mit dem Teatro La Fenice. Ferner arbeitet sie aktiv mit zeitgenössischen Komponisten wie Stefano Gervasoni, Alessandro Solbiati und Luca Antignani zusammen. Seit mehreren Jahren singt sie im Duo mit dem Schlagzeuger und Zimbalist Luigi Gaggero.

Als Solistin hat sie mit verschiedene Kammermusikensembles und Orchestern zusammengearbeitet, u.a. mit dem Orchestra Nazionale della Rai von Turin und dem Orchestra d’archi di Lugano, mit dem Divertimento Ensemble, MDI Ensemble (Milan) Ensemble Novecento e presente (Lugano), Echo Ensemble (Berlin) und Laboratorio Novamusica (Venedig), unter der Leitung von Beat Furrer, Giorgio Bernasconi, Carlo Chiarappa, Patrick Murray, Yoichi Sugiyama und Sandro Gorli.

Sie ist in vielen europäischen Städten gefragt (Pinakothek der Moderne in München, BKA in Berlin, Bern Biennal, La Filature in Mülhouse, Teatro Valle in Rom, Auditorio Svizzera Italiana und Palazzo dei Congressi in Lugano) und auch in Mexico bei der Cervantino Musikfestspiele vertreten, wo sie Seminare über die zeitgenössische Vokalität in den Werken von Luciano Berio und György Kurtág gehalten hat.

Mit dem MDI Ensemble hat sie eine zu der Musik von Stefano Gervasoni gewidmete CD aufgenommen (Aeon).

Die vielseitige Künstlerin konzertiert auch als Vortragende des deutschen und französischen Liedrepertoires in Begleitung der Pianistin Ljuba Pastorino Moiz.

In den letzten Zeit widmet sich Silvana Torto verstärkt der Theorie und der Praxis des Barockgesang und im Jahr 2008 gab sie einen Meisterkurs über das  recitar cantando in den Arien Caccinis an der Musikhochschule in Strasbourg in Zusammmenarbeit mit der Cembalistin Aline Zylbejrach.

Seit 2007 ist sie Gesangprofessorin am Conservatoire Nationale de Strasbourg und lehrt Phonetik am Musikkonservatorium in Lugano (Schweiz).
 

Georg Klütsch

Georg Klütsch, 1951 in Düren geboren, studierte Schulmusik in Mainz und Detmold. Dort bestand er sein Konzertexamen bei Helman Jung mit Auszeichnung. Langjährig war Georg Klütsch Solofagottist der Bamberger Symphoniker und Mitglied des Sabine Meyer Bläser Ensembles. Als Professor an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Weimar gelang es ihm, in kurzer Zeit eine erfolgreiche Fagott-Klasse aufzubauen. Seit 2001 unterrichtet Georg Klütsch an der Musikhochschule Köln. Über 30 Studenten seiner Klasse konnten sich in den vergangenen Jahren durch erfolgreiche Probespiele in ersten Orchestern etablieren wie den Berliner Philharmonikern, der Dresdner Staatskapelle, der Radiophilharmonie des NDR, dem WDR-Radiosinfonieorchester Köln, dem Gürzenich-Orchester Köln.
 

Peter Lang

Peter Lang. 1946 in Lambach, Österreich, geboren, studierte bei Friedrich Gulda ,Géza Anda, und Bernhard Paumgartner. Er konzertierte u.a. mit den Wiener Philharmonikern, Wiener Symphonikern, Camerata academica Salzburg, Berliner Sinfonie-Orchester, Münchener Philharmonikern, SWF-Orchester, Bamberger Symphonikern. Bei den Salzburger Mozart-Wochen arbeitete er mit Claudio Abbado, Kiri te Kanawa und Walter Levin zusammen. Er war sechs Jahre lang Artist in Residence in den USA. 1978 erfolgte die Berufung an das Mozarteum in Salzburg, wo er von 1979 bis 2002 Leiter der Abteilung Tasteninstrumente war. Seit 1980 erteilt er Meisterkurse in Europa, USA, Fernost. Seit 1982 wirkt er als Juror u.a. beim Tschaikowsky-Wettbewerb Moskau. Von 1988–1991 war er Leiter der Internationalen Sommerakademie Mozarteum in der Nachfolge Rolf Liebermanns. Mehr unter http://peter.lang.at/bio_de.htm
 

Michael Luig

Vielseitigkeit und Neugierde kennzeichnen den Dirigenten Michael Luig. Generalmusikdirektor in Augsburg, Professor an der Musikhochschule in Köln, Künstlerischer Leiter des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hessen - das sind die bisher erreichten Stationen eines von Leidenschaft zur Musik getragenen Künstlerlebens. Nach einer äußerst erfolgreichen China-Tournee im Herbst 2004 folgt in diesem Sommer der erste Auftritt beim Rheingau-Musikfest. Weitere Etappen seiner Theaterlaufbahn waren die Deutsche Oper am Rhein, die Städtischen Bühnen Frankfurt am Main und das Staatstheater Saarbrücken, bis er schließlich von 1989-1994 als Generalmusikdirektor in Augsburg wirkte. Gastspiele führten den 1950 in Dortmund geborenen Dirigenten an Opernhäuser im In- und Ausland.
Sein außergewöhnlich großes Konzertrepertoire gewann er sich in einer Vielzahl von Konzerten u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem NDR Sinfonieorchester Hannover, dem Radiosinfonieorchester Berlin, dem Orchestre National de France, dem Orchestra sinfonica di Milano della RAI und dem Orchestra Communale di Bologna. In seiner pädagogischen Verantwortung für den musikalischen Nachwuchs steht er seit nunmehr 30 Jahren mit einer Vielzahl von Jugend- und Hochschulorchestern, vorzugsweise dem Landesjugendorchestres Rheinland-Pfalz. Zahlreiche CD-Einspielungen und Tourneen u.a. in die USA und China (Peking, Schanghai) geben davon beredtes Zeugnis. 1994 erfolgte die Berufung als Professor an die Musikhochschule Köln als Leiter der Hochschulorchester und einer Klasse für künstlerisches Dirigieren. Wegen seiner hohen Fachkompetenz ist er gerne gesehener Gast in Jurys (Nationaler Ungarischer Dirigentenwettbewerb) und Findungskommissionen. Charakteristisch für seine Arbeitsweise ist die analytische Durchdringung und große Intensität bei der Erarbeitung musikalischer Details.
 

Ralph Manno

Mit 29 Jahren wurde Ralph Manno bereits Professor an der Hochschule für Musik Köln und leitet dort eine der erfolgreichsten Meisterklassen für Klarinette in Europa. Er gehört zu den führenden Klarinettisten seiner Generation und konzertiert als Solist auf vielen internationales Festivals und Podien. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Musik Köln und der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker wurde Ralph Manno bereits mit 20 Jahren Soloklarinettist des Kölner WDR Rundfunkorchesters, zwei Jahre später holte ihn Sergiu Celibidache zu den Münchner Philharmonikern. Er ist Preisträger des deutschen Musikrats. Als Solist mit renommierten Orchestern gastierte er in den großen Konzertsälen der Welt wie z. B. Suntory-Hall Tokio, Lincoln Center- New York, Téatro Colon - Buenos Aires usw. Als Kammermusiker ist er bei namhaften Festivals ein willkommener Partner. Tourneen, Meisterkurse und Konzerte führen ihn regelmäßig nach Japan, in die USA, viele europäische Länder, Australien und Südamerika. Seine zahlreichen Aufnahmen mit Werken von Mozart, Beethoven, Brahms, Schumann, Hindemith, Messiaen, Debussy, Poulenc, Bartok u. v. a. bei BMG, cpo, ebs und bayer records erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Er ist der künstlerische Leiter des internationalen Konzert- und Meisterkursfestivals KONTUREN in Brühl.
 

Jory Vinikour

Jory Vinikour gilt als einer der hervorragenden Cembalisten seiner Generation. Eine breit gefächerte Karriere als Rezital- und Konzertsolist, Begleiter von großen Sänger-persönlichkeiten und gefragter Continuo-Spieler brachte ihn in die weltweit wichtigsten Konzertsäle.
Jory Vinikour wurde in Chicago geboren und kam als Stipendiat der Fulbright Foundation nach Paris, wo er bei Huguette Dreyfus und Kenneth Gilbert studierte. Mit ersten Preisen beim Internationalen Cembalo-Wettbewerb von Warschau (1993) und dem
 ...  Prager-Frühling-Festival (1994) zog er die Aufmerksamkeit auf sich und trat inzwischen bei verschiedenen Festivals und in Konzertreihen auf.
Als Konzertsolist mit einem Repertoire von Bach bis Nyman hat Jory Vinikour mit vielen führen den Orchestern wie dem Rotterdam Philharmonic und dem Flanders Opera Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Ensemble Orchestral de Paris und dem Moskauer Kammerorchester und unter Dirigenten wie Armin Jordan, Marc Minowski, Constantine Orbelian, John Nelson und Fabio Luisi musiziert.
Vor kurzem war er an der Einspielung von Frank Martins «Petite Symphonie Concertante» mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne unter Armin Jordan beteiligt und spielte im Januar 2003 im Leipziger Gewandhaus mit dem MDR-Orchester unter Martin Haselböck das Cembalo-Konzert von Martin.
Als zunehmend gefragter Begleiter hatte er häufige Auftritte mit Künstlerinnen wie Hélène Delavault, Magdalena Kozená, Annick Massis und Anne Sofie von Otter. Mit ihr und dem Lautenspieler Jakob Lindberg ist soeben unter dem Titel «Music for a While» eine CD mit englischer und italienischer Musik des 17. Jahrhunderts erschienen. Diese sowie weitere Aufnahmen des Künstlers für verschiedene Labels haben weltweit ein großes Echo gefunden und sind mit Preisen ausgezeichnet worden.
Als Continuo-Spieler hat Jory Vinikour mit den Musiciens du Louvre unter Marc Minkowski regelmässige Auftritte. Auch in Zürich ist er immer wieder zu Gast. Eine enge musikalische Zusammenarbeit besteht auch mit dem Dirigenten William Christie.
 

Mihaela Martin

Mihaela Martin, in Rumänien geboren, zählt zu den hervorragendsten Violin-Virtuosen ihrer Generation. Sie gewann Preise bei den großen Wettbewerben u.a. in Moskau, Montreal, Brüssel, und Indianapolis. Ihr Debüt in der New Yorker Carnergie Hall wurde von der Presse gerühmt. Sie spielt mit den bedeutendsten Dirigenten (u.a. Kurt Masur, Nikolaus Harnoncourt, Charles Dutoit und Neeme Järvi) und Orchestern (u.a. BBC Symphony, Royal Philharmonic, Mozarteum Salzburg, Gewandhaus Orchestra Leipzig) und ist Kammermusik-Partnerin von Martha Argerich, Yuri Bashmet, Leon Fleischer und vielen anderen. Ihre CD-Einspielungen sind preisgekrönt. Mihaela Marin ist Professorin an der Hochschule für Musik Köln.
 

Sigfried Mauser

Sigfried Mauser, geboren 1954 in Straubing, studierte Klavier bei Rosl Schmid und Alfons Kontarsky und promovierte über das expressionistische Musiktheater der Wiener Schule. Er war Professor für Klavier in Würzburg und für Musikgeschichte am Mozarteum Salzburg. Er erhielt den Bayerischen Kulturförderpreis, ist seit 1990 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste und seit 2003 Direktor der Musikabteilung. Seit 2002 ist er Professor für Musikwissenschaft und Leiter des Instituts für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule München, ab Wintersemester 2003-04 Rektor dieser Hochschule. Er publizierte umfangreich zu den Themen Musikalische Analyse, Musikästhetik und Musikgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts. Als Solist und Kammermusiker konzertiert er im In- und Ausland, so bei den Frankfurter Festen, dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival, der Münchener Biennale sowie in den großen europäischen Musikmetropolen und mehrfach in den USA.
 

Edda Moser

Edda Moser, Tochter des Musikwissenschaftlers Hans Jochim Moser, wurde in Berlin geboren und ausgebildet. Karajan brachte sie an die Metropolitan Opera, wo sie ihren spektakulären Einstand als Königin der Nacht gab. Seither ist sie gefeierter Star an allen großen Opernhäusern der Welt. Ebenso hat sie das Publikum vieler internationaler Festspiele in Begeisterung versetzt, so in Salzburg, Wien, München, Edinburgh, Ravinia, Berlin, Amsterdam, Aixen-Provence, Athen, Tel Aviv und Madrid. Sie ist mit den berühmtesten Dirigenten unserer Zeit aufgetreten: Abbado, Bernstein, Böhm, Boulez, Levine, Maazel, Muti, Pritchard. Sie hat Liederabende in den großen Konzertsälen der Welt gegeben. Ihre Verkörperung der Donna Anna in Joseph Losey’s Don-Giovanni-Verfilmung wurde weltweit von Publikum und Kritik gerühmt.
 

Susanne Müller-Hornbach

Susanne Müller-Hornbach ist Professorin für Violoncello an der Musikhochschule Köln /Wuppertal. Sie leitet zusätzlich eine Hauptfachklasse an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Als Solistin und leidenschaftliche Kammermusikerin konzertiert sie im In- und Ausland (zuletzt Asientournee 2008: Solorecitals und Ligeti-Cellokonzert). Ihre Teilnahme an diversen Festivals (u.a. Italien, Schweiz, Niederlande, Spanien, Korea, Japan, Mexico) zeigt ihren besonderen Schwerpunkt: die Musik des 20. Jahrhunderts. Sie ist Mitbegründerin und Mitglied des Mutare Ensemble und des Ensemble der Bergischen Biennale. Neben dem klassisch-romantischen Repertoire setzt sie sich seit Jahren intensiv mit historischer Interpretationspraxis auseinander und konzertiert in unterschiedlichsten Besetzungen mit dem Barockcello. Meisterkurse und Workshops zu unterschiedlichen Themen im In- und Ausland ergänzen ihre engagierte pädagogische Tätigkeit. Sie machte zahlreiche Radio– und CD-Aufnahmen als Solistin und Kammermusikerin (z.B. Ernst Toch „Violoncellokonzert“ op. 35, bei CPO , Györgi Ligeti „Violoncellokonzert“ hr...u.v.m.). Susanne Müller-Hornbach ist mit dem Komponisten Gerhard Müller-Hornbach verheiratet.
 

Alfredo Perl

Alfredo Perl, 1965 in Santiago, Chile, geboren, studierte zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto, und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, den Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen.
Über Perls Beethoven-Interpretation heißt es: „...mit großer unabgenutzter Frische, mit äußerster Zärtlichkeit und unaffektierter Brillanz, demonstrierte er tröstlich, wie wenig die Tradition erfüllten und erfühlten Beethovenspiels auch in unseren prosaischen Zeiten aufhört“ (Joachim Kaiser).
Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertstätten: Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, National Arts Center Ottawa, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Düsseldorfer Tonhalle, Alte Oper Frankfurt u.v.a. Er trat bei renommierten Festivals auf wie dem Rheingau Musik Festival, dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Kissinger Sommer und den Haydn Festspielen in Eisenstadt.
Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit einer Vielzahl namhafter Orchester, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Nederlands Philharmonisch Orkest, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. Er gab im September 1997 sein Debut bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London.
In Deutschland hat Alfredo Perl gemeinsam mit den Münchner Symphonikern die gesamten Klavierkonzerte Beethovens zur Aufführung gebracht, was ihm durchweg höchstes Lob von Publikum und Presse einbrachte: „Alfredo Perl hat in diesem Zyklus seinen Rang in der Oberklasse der Beethoven-Interpretation bekräftigt“ (Süddeutsche Zeitung). Als Solist in Mendelssohns zweitem Klavierkonzert mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Herbert Blomstedt feierte er im Londoner Barbican Centre einen großen Erfolg.
Engagements in der Saison 2008/09 führen ihn zu so renommierten Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, Schleswig Holstein Musik Festival und Beethovenfest Bonn, aber auch zum Staatsorchester Hannover und – als Dirigent und Solist - zum Detmolder Kammerorchester.
 

Monica Pick-Hieronimi

Monica Pick-Hieronimi, geboren in Köln, Schülerin von Dietger Jacob, ist eine der führenden Sopranistinnen im Mozart- und Straussfach und eine der ganz wenigen deutschen Sängerinnen, die im italienischen Fach international erfolgreich ist – vor allem bei den Festspielen in Verona seit 1992. Mit Nabucco debütierte sie 1990 in Rom, wie in Verona unter der Leitung von Nello Santi. Zudem sang sie in den großen Musikzentren der Welt. Den Grundstein für ihre Karriere legte sie am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und am Nationaltheater Mannheim, wo sie bereits alle großen Partien ihres Fachs übernahm. Im Konzertfach singt sie vor allem die großen Oratorien des 19. Jahrhunderts. 1993 wurde sie als Professorin an die Hochschule für Musik Köln berufen.
 

Prof. Josef Protschka

Prof. Josef Protschka, Tenor
geb. 1944 in Prag - Nationalität: Deutsch
Studien: Studierte Klassische Philologie, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Bonn und Tübingen ( Examen „mit Auszeichnung“ 1970 ); studierte Gesang bei Ks. Erika Köth und Prof. Peter Witsch an der Musikhochschule Köln.
Außerkünstlerische berufliche Tätigkeit:
1970-73 Arbeit an einer Dissertation mit dem Thema: „Formen der Komik im europäischen Drama des 17. Jahrhunderts“. Gleichzeitig Lehrer für deutsche Sprache und Literatur beim DAAD, Lehrauftrag am Germanistischen Seminar der Universität Bonn, freie journalistische Tätigkeit (insbesondere für DLF und ORF). Während der Entscheidungsphase für den Sängerberuf, von 1973-77, Referent bzw. Geschäftsführer bei der Bischöflichen Studienstiftung Cusanuswerk.
Karriere: Konzerttätigkeit seit 1972; 1977/78 Beginn der professionellen Bühnentätigkeit am Stadttheater Gießen (Lahnstadt ); 1978-80 Staatstheater Saarbrücken; seit 1980 erster lyrischer (später: „jugendlicher“) Tenor an der Oper Köln; verkörperte dort alle Hauptpartien in Ponnelles Mozart-Zyklus; außerdem Lyonel (Martha), Tom (Rake's Progress), Faust (Margarethe), Max (Freischütz), Lenski (Eugen Onegin), Hans (Verkaufte Braut), Don Jose' (Carmen), Hermann (Pique Dame), Loge (Rheingold), Erik (Fliegender Holländer), Eisenstein/Alfred (Fledermaus).
Freiberuflich seit 1985.
Bedeutende Debuts: Salzburger Festspiele und Wiener Staatsoper (Hans) 1985; Mailänder Scala und Semperoper Dresden (Don José) 1986; Bregenzer Festspiele (Hoffmann) , Maggio Musicale Florenz (Flamand) und Oper Zürich (Don Jose; Tamino) 1987; Hamburger Staatsoper (Florestan) und Wiener Festwochen (Fierrabras) 1988; Teatre de la Monnaie Brüssel (Florestan 1989/Lohengrin 1990); Covent Garden London und NHK Tokyo (Florestan) 1990; USA: Debut in Houston (Lied von der Erde) und Cleveland (Florestan); Rollendebut in Schrekers „Die Gezeichneten“ als Alviano Salvago in Zürich; 1993, als Herodes in Leipzig 1996, als Boni in Konwitschnys „Czardasfürstin“ (Inszenierung an der Semperoper 1999).
Protschka ist ständiger Gast an den wichtigsten Opernhäusern und bei internationalen Festivals; er arbeitet mit den führenden Dirigenten und Regisseuren unserer Tage zusammen. Liederabende, Konzerte sowie zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen runden seine intensive Auftrittstätigkeit ab. Seit 1993 lehrt Protschka als Gastprofessor am Königlichen Dänischen Musikkonservatorium in Kopenhagen, seit 1995 als ordentlicher Professor für Gesang an der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen. 1998-2000 Dekan der Abteilung, ab 2002 Rektor der Hochschule für Musik Köln. Daneben zahlreiche Meisterklassen in ganz Europa. In den letzten Jahren häufige Mitwirkung bei Symposien über Theaterfragen, bei Features und Mediendiskussionen über Liedinterpretation und Liedgeschichte. Nach ersten sehr beachteten Regieversuchen mit „Così fan tutte“ und einem Doppelabend (Menottis „Amahl“ und Pauline Viardots „Cendrillon“ ) in den Aachener Kammerspielen, inszenierte Protschka im Rahmen der Veranstaltung Aachen 2000 im Großen Haus Schuberts „Fierrabras“.
Einspielungen und Auszeichnungen: Bis heute etwas über 50 Platteneinspielungen, von denen viele renommierte internationale Auszeichnungen erhielten (so Haydn „Schöpfung“/Teldec; Schubert „Fierrabras“/ Dt.Grammophon; Schoeck „Massimila Doni“/musica mundi; Schreker „Der Schatzgräber“/capriccio; Schubert „Die schöne Müllerin“/capriccio; Mendelssohn „Sämtliche Lieder“/capriccio u.a.). Bislang letzte Einspielungen sind Fidelio (Florestan) und Fliegender Holländer (Erik) mit den Wiener Philharmonikern unter C.v. Dohnanyi/Decca und Mozart-Lieder (Gesamtaufnahme) mit Helmut Deutsch am Klvier/capriccio.
Videoproduktionen von Fidelio (Covent Garden), Hoffmanns Erzählungen (Bregenzer Festspiele), Fierrabras (Wiener Festwochen), Schatzgräber (Hamburger Staatsoper), Fidelio (NHK - Tokio), Britten „War Requiem“ (Speyrer Dom/SWF), Dvorak „Requiem“ (Veitsdom Prag und Schleswig-Holstein-Festival, Lübeck ) und „Stabat mater“ (Schleswig-Holstein-Festival Lübeck), Beethoven „Missa Solemnis“ (Uracher Musiktage), Liederabende (Bad Urach, Schloß Hasselburg, Salzburger Residenz/NDR ), „Aus einem Künstlerleben“ – NDR-Portrait u.a.
 

Godelieve Schrama

Godelieve Schrama, die im Jahre 1996 mit dem Niederländischen Musikpreis ausgezeichnet wurde, hat sich seitdem zu einer äußerst vielseitigen und abenteuerlustigen Musikerin entwickelt. Als Solistin trat sie unter anderem mit den niederländischen Orchestern Radio Kamer Orkest (heute: Radio Kamer Philharmonie), dem Residentie Orkest, dem Rotterdams Filharmonisch Orkest und dem Koninklijk Concertgebouworkest auf. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Frans Brüggen, Ton Koopman, Anthony Halstead, Gerard Korsten, Lev Markiz, Matthias Bamert und Ed Spanjaard zusammen. Als Harfenistin des renommierten Schönberg Ensembles spielt sie das gesamte Repertoire für Ensemble aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
Neben Aufführungen des bestehenden Repertoires spielt sie auch Werke, die anlässlich von ihr erteilter Kompositionsaufträge entstanden sind. Diese haben unter anderem zu einer CD mit niederländischen Harfenkonzerten geführt. In den letzten Jahren erscheinen auf ihren Wunsch insbesondere neue Kammermusikwerke, darunter von Klaas de Vries (2005), Oene van Geel (2006), Param Vir (2008) und Micha Hamel (2009).
Kammermusik spielt Godelieve Schrama auf Festspielen, wie zum Beispiel dem Orlando Festival, dem West Cork Chamber Music Festival und dem Delft Chamber Music Festival. Sie tritt dort gemeinsam mit Musikern wie Marieke Schneemann und Emily Beynon (Flöte), Vesko Eshkenazy (Violine), Larissa Groeneveld (Cello), den Streichquartetten Auryn Strijkkwartet und Van Brugh Strijkkwartet, dem Sopran Charlotte Riedijk und der Perkussionistin Peppie Wiersma auf.
Seit 2001 ist Godelieve Schrama Professorin für Harfe an der deutschen Hochschule für Musik in Detmold und gibt außerdem regelmäßig Masterklassen und Sommerkurse.
Godelieve Schrama spielt eine Lyon & Healy style 23 Harfe.
 

Gerd Uecker

Gerd Uecker, geboren 1946 in München, studierte dort an der Musikhochschule Klavier, Dirigieren und Musikpädagogik. Nach einigen Jahren in Köln als Solorepetitor am Opernhaus und als Lehrbeauftragter am Rheinischen Musikkonservatorium wurde er 1973 Musikdirektor und Leiter der Opernabteilung am Theater Passau, ehe er 1979 als Direktor des musikalischen Bereichs an die Bayrische Staatsoper München wechselte. Dort wurde er 1993 Operndirektor. Seit 2000 arbeitet er an der Sächsischen Staatsoper Dresden, deren Intendant er 2003 wurde. Gerd Uecker ist seit 2005 Vorsitzender der Deutschsprachigen Opernkonferenz. Er hat u.a. in Venedig, Peking und Stuttgart gelehrt und ist Honorarprofessor an der Münchner Musikhochschule und an der Bayrischen Theaterakademie. Außerdem ist er Gastdozent der Musikhochschule Dresden.
 

Olaf van Gonnissen

Der 1954 in Tiengen/Oberrhein geborene Gitarrist, erhielt bereits im Alter von vier Jahren Violinunterricht und wechselte mit acht Jahren zur Gitarre. Von 1970 bis 1975 studierte er als Stipendiat der Deutschen Studienstiftung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a.M. Gitarre bei Prof. Heinz Teuchert. Bekannt wurde er durch seine Konzertätigkeit mit Michael Teuchert als „Frankfurter Gitarrenduo“. Olaf Van Gonnissen begann seine pädagogische Laufbahn 1974 mit einem Lehrauftrag an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Seit 1977 ist er auch an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a.M. tätig und seit 1999 Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.
 

Paul van Zelm

Paul van Zelm studierte Horn und Naturhorn am Sweelick Conservatorium Amsterdam bei Adriaan van Woudenberg sowie an der Folkwang-Hochschule Essen bei Hermann Baumann. Bereits während seines Studiums arbeitete er als Orchestermusiker mit Dirigenten wie Eugen Jochum, Claudio Abbado und Leonard Bernstein. Sein erstes Engagement erhielt er im Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester. 1993 wurde er erster Solohornist der Düsseldorfer Symphoniker, 1994 erster Solo-Hornist der Niederländischen Radio Philharmonie. Als Solist ist er u.a. mit dem RFO Hilversum und dem Niederländischem Radio Kammerorchester aufgetreten. Konzertgastspiele führten ihn mehrfach in viele europäische Länder, in die USA, nach Südamerika und Japan. Seit 1999 ist Paul van Zelm Professor an der Hochschule für Musik Köln.
 

Christian Wetzel

Christian Wetzel ist Professor für Oboe an der Hochschule für Musik in Köln. Neben seiner Lehrtätigkeit und internationalen solistischen Aktivitäten widmet er sich intensiv der Kammermusik und konzertiert bei bedeutenden Festivals wie dem „Rheingau Musikfestival“, dem Festival „Spannungen“ in Heimbach und dem Beethovenfestival Warschau.
Er ist Oboist und Gründungsmitglied des renommierten Ma'alot Bläserquintetts, mit dem er zahlreiche internationale erste Preise gewann, unter anderem beim ARD- Wettbewerb München. Das Ensemble konzertiert seit 20 Jahren weltweit und hat eine Reihe von preisgekrönten Aufnahmen eingespielt.
Während des Studiums bei Ingo Goritzki an der Musikhochschule Hannover war Christian Wetzel Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und spielte im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft unter Claudio Abbado. Anschließend wurde er als Solooboist beim Nationaltheaterorchester Mannheim verpflichtet, bevor er 1997 seine Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Leipzig aufnahm und bis zu seiner Berufung nach Köln in 2007 dort ausübte.
In zahlreichen Meisterkursen auf der ganzen Welt und als Gastdozent an so bedeutenden Musikhochschulen wie etwa der Royal Academy of Music in London oder der Wiener Musikhochschule kümmert sich Christian Wetzel intensiv um den oboistischen Nachwuchs.
Uraufführungen auf internationalen Musikfestivals und die enge Zusammenarbeit mit bedeutenden zeitgenössischen Komponisten zeigen sein Engagement für die Neue Musik.
 

Edih Wiens

Edih Wiens, geboren in Kanada, studierte in den USA mit Richard Miller und in München mit Erik Werba und Ernst Haefliger. Sie erhielt höchste Auszeichnungen bei verschiedenen internationalen Wettbewerben, wie z.B. ARD/München, Robert-Schumann/Zwickau und Mozart/Salzburg. Ihr Debut mit den Berliner Philharmonikern gab sie 1980 und bei den Salzburger Festspielen mit Seiji Ozawa in 1982. Danach Aufritte in allen bedeutenden Musikzentren und Festivals weltweit mit Oratorium, Liederabenden und Oper. Zusammenarbeit mit zahlreichen namhaften Dirigenten, darunter Daniel Barenboim, Sir Colin Davis, Bernard Haitink, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, Sir Georg Solti, Klaus Tennstedt. Umfassende Discographie bei EMI, Erato, Philips, Teldec (Grammy, Diaposon d’Or). Sie ist Professorin an den Musikhochschulen in Nürnberg und München, ist Officer of the Order of Cananda und erhielt mehrfach die Ehrendoktorwürde. Viele ihrer Studenten sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe, sind an zahlreichen Theatern engagiert, u.a. an der Wiener Staatsoper, und veröffentlichten CDs u.a. mit der Deutschen Gramophon und Naxos. Edith Wiens wird weltweit zu Meisterklassen eingeladen (Guildhall School London, Royal Academy London, Europäische Festwochen Stuttgart, Juilliard School of Music New York, Salzburg Internationale Akademie Mozarteum, Ravinia, Wiener Meisterwochen, u.a.) und ist auch als Jurorin internationaler Wettbewerbe gefragt.
 

Bernard Zinck

Bernard Zinck, Professor für Violine sowie Direktor für Streichinstrumente an der Universität Wisconin-Milwaukee und Kammermusikdozent an der Chicago Merit School of Music, blickt auf eine singuläre Karriere als Konzert-Violinist, Kammermusiker, Künstler auf vielen Tonträgern und Pädagoge. Er konzertierte u. a. im Mozarteum in Salzburg, in der Carnegie Hall in New York, in Tokio, Paris und Budapest. Von Chicago aus hat er Meisterklassen erteilt in Europa, den USA, Asien und in Brasilien. Er gilt als Experte für das Violinrepertoire des 18. Jahrhunderts. Bernard Zinck gewann erste Preise in Paris (Yehudi Menuhin Foundation), New York (Juilliard School) und Philadelphia.