Teachers 2023

For the 2023 season, we have once again been able to recruit renowned lecturers to teach in 16 courses for plucked, wind, string and keyboard instruments as well as singing and song composition. Shortly all teachers for the upcoming season will be published.

Sheila Arnold

Sheila Arnold belongs to a generation of pianists who feel as much at home on the modern concert grand as on the fortepiano: the symbiotic feedback between the two instruments never ceases to inspire her.

Her repertoire spans keyboard music ranging from the 1700’s to world premieres of contemporary music. Very early on, her triumph as a finalist at the Clara Haskil Competition in 1995 and the Mozart Prize awarded by the Wiesbaden Mozart Society at the Salzburg International Mozart Competition reflect her special affinity with that composer: Sheila Arnold’s Mozart renditions have always been euphorically acclaimed by reviewers and audiences worldwide.

Ms. Arnold studied under the guidance of Heidi Köhler and Karl-Heinz Kämmerling, and went on to garner a considerable number of first prizes and successes at German and international competitions. She was also selected for a series of scholarships and awards, leading to extensive worldwide appearances since her youth. Many of them were recorded for radio and television broadcast, as well as on CD. Renowned music festivals have invited Ms. Arnold to perform in Europe and the US. She has collaborated with well-known orchestras such as Lausanne Chamber Orchestra, the Orchestra of Bonn Beethovenhalle and Prague Chamber Orchestra, and with conductors such as Jesús López-Cobos, Marc Soustrot, and Michael Hofstetter. Her chamber music partners include the likes of Nina Janssen, Sergio Azzolini, Wilhelm Bruns, Ralf Manno, Guido Schiefen, Michael Faust, Isabelle Faust, Alexander-Sergei Ramírez, the Mandelring Quartet, and many others. Inspiring encounters and collaborations with renowned musician colleagues have taken place at Festivals such as the Spannungen Chamber Music Festival (Heimbach) or the Music Festival in Hambach (Neustadt).

Sheila Arnold’s previous CD with works by Brahms and Schumann was released in 2010 and featured as a CHOC selection in Classica, the French classical music magazine. Her CD recording on Franz Schubert has been highly acclaimed by leading critics and her recent Solo CD „Ecoutez!“ on works by Claude Debussy, Toru Takemitsu and John Cage has entered the Longlist of the Deutsche Schallplattenpreis. Same as her latest CD, which has been released this year and covers works for the Romantic Guitar and Fortepiano with guitarist Alexander-Sergei Ramirez which has met enthiusiasm in the international press. In 2006 Sheila Arnold was appointed piano professor at Cologne Musikhochschule. She is frequently invited as member of national and international piano competitions and gives regular masterclasses. Many of her students have won prizes and scholarships at national and international competitions. Moreover she is co-editor of the Wiener Urtext New Edition 2020 of the „Piano Pieces“ including fingering and notes on interpretation.

„… with this new album, in my opinion Sheila Arnold has established herself as one of the greatest of today’s great keyboard artists….

„… Without exception, this is the most eloquent, poignant, and revelatory Schubert piano playing I can remember ever hearing.  …“ FANFARE

“Wondrous timbre enchantment and variegated colors, paired with masterful touch and phrasing.” SWR2 Klassikmarkt

Markus Bellheim

Im Jahre 2000 gewann Markus Bellheim den Internationalen Messiaen-Wettbewerb in Paris; der Beginn einer ausgedehnten Konzerttätigkeit, die ihn durch den gesamten europäischen Raum, nach Asien und Amerika führt.

 

Dabei ist der 1973 in Hamburg geborene Pianist Gast bei wichtigen Festivals und Konzertreihen (Beethovenfest Bonn, Kasseler Musiktage, La Roque d‘Anthéron, Kammermusikfest Lockenhaus, Cantiere Internazionale d’Arte, etc.).

Renommierte Orchester wie das SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, die Bamberger Symphoniker, Northern Sinfonia, Orchestre philharmonique de Nice, Malmö SinfoniOrkester laden Bellheim ein, um mit ihm Werke des klassischen Repertoires zu interpretieren. Außerdem konzertiert er mit etablierten Ensembles für zeitgenössische Musik wie Ensemble Modern und Ensemble Intercontemporain. In letzter Zeit arbeitete Markus Bellheim unter anderem mit den Dirigenten Sylvain Cambreling, Jonathan Nott und den Komponisten Steve Reich, György Kurtág und Wolfgang Rihm. Darüber hinaus ist er Kammermusikpartner namhafter Künstler wie Ingolf Turban, Wen-Sinn Yang, Eduard Brunner, Marisol Montalvo und dem Minguet Quartett.

Markus Bellheim spielte mehrmals unter hoher Publikumsresonanz das Gesamtwerk für Klavier solo von Olivier Messiaen. Mit dem bedeutendsten Werk Messiaens für Soloklavier und Orchester, der Turangalîla-Symphonie, tritt er weltweit auf.

Nach den CD-Einspielungen der gesamten Solowerke von Wolfgang Rihm und der Vingt Regards sur l’Enfant-Jésus von Olivier Messiaen beim Label NEOS erschien dort zuletzt das Klavierkonzert von Bruno Maderna mit Markus Bellheim und dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks. Diese Aufnahme wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik. Besondere Beachtung fand Bellheims Aufnahme der Trois Petites Liturgies de la Présence Divine von Messiaen mit der Kremerata Baltica, die anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Kammermusikfests Lockenhaus bei ECM veröffentlicht wurde.

Markus Bellheim gibt regelmäßig Meisterkurse im In- und Ausland. Er unterrichtete an den Musikhochschulen Würzburg und Mannheim und wurde zum Wintersemester 2011 auf eine Professur für Klavier an die Hochschule für Musik und Theater München berufen. Für den Münchner G. Henle Verlag ist er als freier Mitarbeiter und Autor tätig.

Ralph van Daal

Ralph van Daal wurde in Roermond (Niederlande) geboren. Er begann mit neun Jahren, Oboe zu lernen.

Als Jungstudent ging er bereits mit 17 Jahren an die Musikhochschule in Maastricht, wo er von 2001 bis 2006 Oboe (bei Prof. Peter Steyvers) studierte. Seinen Abschluss bestand er mit Auszeichnung. An der gleichen Hochschule studierte er zusätzlich Gesang bei Prof. Mya Besselink. Von 2006 bis 2009 studierte Ralph van Daal an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. François Leleux und schloss sein Studium mit dem Solistendiplom ab. Erste Zeitverträge führten ihn zum WDR Sinfonieorchester Köln und den Duisburger Philharmonikern. 2011 wurde er als fester Solo-Englischhornist beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg engagiert. Im Jahr darauf wurde er, auf den Vorschlag von Simone Young (GMD der Staatsoper Hamburg) hin, mit dem Eduard-Söring-Preis ausgezeichnet, mit dessen Hilfe die künstlerische Entwicklung junger Musiker gefördert wird.

Weiterhin spielt er regelmäßig Aushilfe als Solo-Oboist und als Solo-Englischhornist in Orchestern wie dem Schwedischen Radio Sinfonieorchester Stockholm, City of Birmingham Symphony Orchestra, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Staatsoper Hannover, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der NDR Radiophilharmonie Hannover, der Bayerischen Staatsoper München und dem Radio Sinfonieorchester Hilversum unter Dirigenten wie Michael Tilson Thomas, Semyon Bychkov, Jukka-Pekka Saraste, Andris Nelsons, Ivan Fischer, Daniele Gatti und Kent Nagano.

Als Solist spielt er mit Orchestern wie der Rheinischen Philharmonie Koblenz, den Hofer Symphoniker ,Sinfonia Varsovia und Heritage Sinfonietta.

Ralph van Daal gab bereits mehrere Meisterkurse in Deutschland, Spanien, Kolumbien, Schweden, Portugal, Polen, China und in den Niederlanden. Als Professor für Oboe war van Daal mehrere Jahre den Hochschulen für Musik in Rotterdam und Maastricht verbunden. Derzeit ist er Professor für Oboe an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.

Ariadne Daskalakis

Ariadne Daskalakis ist eine außergewöhnliche Geigerin mit einem leidenschaftlichen Interesse für die historische Entwicklung der musikalischen Sprache.

 

In Boston (USA) als Tochter griechischer Einwanderer geboren, studierte sie Geige an der Juilliard School bei Szymon Goldberg und in Berlin bei Ilan Gronich und Thomas Brandis. Sie ergänzte ihre Ausbildung mit einem Studium an der Harvard University, wo sie 1993 ihr Bachelor of Arts erhielt, und legte ihr Konzertexamen an der Hochschule der Künste Berlin ab, beides mit Auszeichnung. Die Geigerin ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, wie des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München 1998 und des St. Louis Symphony Young Artists String Competition 2000. Der 1. Preis der Berliner Gyarfas-Wettbewerbes 1992 ermöglichte ihr die Leihgabe einer Violine des Antonio Stradivarius bis zum Ende ihres Studiums. Sie wurde außerdem mit Preisen von der Harvard Music Association, dem New England Conservatory und der Dortmunder Mozart Gesellschaft ausgezeichnet. In 2000 wurde sie als Professorin für Violine an der Hochschule für Musik Köln berufen.

Konsequent gelobt werden ihre leidenschaftliche Vermittlungsgabe, ihre makellose Technik und ihr klarer, voller Klang. Ariadne Daskalakis spielte als Solistin mit Orchestern wie dem Ensemble Oriol Berlin, dem Athener Nationalen Staatsorchester, dem English Chamber Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, dem Rundfunkorchester des SWR, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Prager Kammerorchester, der Kammerakademie Potsdam und dem Kölner Kammerorchester. Einige Aufführungen finden ohne Dirigenten statt, andere wurden von so geschätzten Kollegen wie Dimitris Agrafiotis, Sergio Azzolini, Dennis Russell Davis, Michael Sanderling, Jörg-Peter Weigle und Sebastian Gottschick, ihrem Ehemann, geleitet. Sie konzertierte in Sälen wie dem Berliner Kammermusiksaal der Philharmonie, der Kölner Philharmonie, dem Herkulessaal und dem Prinzregententheater in München, dem Dortmunder Konzerthaus, dem Prager Rudolfinum, dem Pariser Théâtre du Champs-Elysées und der Jordan Hall Boston. Sie gastierte bei den Bachtagen Ansbach, den Berliner Festwochen und beim „Debut im DeutschlandRadio“. Das Repertoire von Ariadne Daskalakis umfasst Epochen vom Frühbarock bis zur Moderne, mit den Schwerpunkten J. S. Bach, Wiener Klassik und Zweite Wiener Schule. Ihre stilistische Versiertheit spiegelte sich in ihrer Zusammenarbeit mit dem Manon Quartett Berlin und in Rezitalen mit Klavier oder Cembalo wider. Sie arbeitete mit Komponisten wie Caspar Johannes Walther, Christoph Coburger, Johannes Harneit, Georg Kröll, Augusta Read Thomas und John Zorn zusammen. Eine enge Zusammenarbeit und zahlreiche eigene Einstudierungen verband sie mit dem Ensemble Oriol Berlin. Als Barockgeigerin spielte sie mit dem Ensemble Selva della Musica und war 2008 Mitbegründerin des Ensembles Vintage Köln.

Mit Pianistin Roglit Ishay nahm sie die gesamten Sonaten für Violine und Klavier von Joseph Joachim Raff und Gabriel Fauré auf (bei Tudor und Carpe Diem). Für Naxos nahm sie Werke von Lutoslawski, Szymanowski und Janacek für Violine und Klavier auf, zusammen mit Miri Yampolsky, ihrer Partnerin beim ARD-Wettbewerb. Ihre Einspielung von Tartini Violinkonzerten mit dem Kölner Kammerorchester unter Helmut Müller-Brühl wurde sowohl von Naxos als CD des Monats wie auch von der Zeitschrift „The Strad“ als „Concerto Selection“, ausgezeichnet.

Ulrike-Anima Mathé

Ulrike-Anima Mathé, gebürtig in Deutschland, wurde durch jahrzehntelange weltweite Konzerttätigkeit als hochgeschätzte Solistin und begeisterte Kammermusikerin zu einem Begriff auf den internationalen Konzertpodien.

 

Rezensionen preisen ihre Interpretationen für ihre intensive Ausdrucksstärke, innigen Zauber und musikalische Poesie, für mühelose Technikbeherrschung und kluge Gestaltung. Ihr Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart.

Als Solistin arbeitete sie weltweit mit renommierten Orchestern wie z.B mit der Tschechischen Philharmonie, dem Dallas Symphony Orchestra, der Camerata Salzburg, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Staatskapelle Weimar, dem Belgisches Nationalorchester, und vielen europäischen Rundfunkorchestern zusammen. Sie trat auf bei den Berliner und Luzerner Festwochen, den Festspielen in Schwetzingen, Ludwigsburg, Lockenhaus und ist regelmäßig Gast bei bedeutenden internationalen Kammermusikfestivals.

Neben zahlreichen live-Radiomitschnitten wird ihre Künstlerpersönlichkeit in hoch geschätzten CD- Einspielungen von Max Reger, Hartmann, Korngold u.v.a. dokumentiert.

In den Achtziger Jahren wurde sie mit etlichen 1. Preisen bei renommierten Wettbewerben ausgezeichnet, wie z.B. beim „Europäischen Violinwettbewerb“ in Wien, beim „Deutschen Musikwettbewerb" in Bonn, bei den „Young Concert Artists Auditions“ in New York. Außerdem gewann sie als Preisträgerin beim „Concours Reine Elisabeth“ in Brüssel zusätzlich den begehrten Publikumspreis.

Ulrike-Anima Mathé studierte Violine bei Dorothy DeLay an der Juilliard School in New York und bei Tibor Varga in Detmold und verdankt außerdem Sándor Végh und Rudolf Serkin besondere musikalische Inspiration und Förderung. Einladungen zur Marlboro School of Music (USA) und dem International Musicians Seminar in Cornwall, sowie das Studium Historischer Aufführungspraxis in Basel sind weitere wichtige Stationen ihres künstlerischen Werdegangs.

Seit 1999 unterrichtet sie mit großem Enthusiasmus als Violin-Professorin an der HfM Detmold. Daneben leitete sie dort viele Jahre das Instrumentalensemble der Barockakademie.

Martti Rousi

Martti Rousi wurde 1960 in eine Musikerfamilie hineingeboren. Er ist sowohl als Solist als auch als Lehrer international bekannt.

Nachdem er 2 Jahre lang Klavier gespielt hatte, begann er sein Cellostudium, inspiriert von der starken finnischen Celloschule. Er studierte am Turku-Konservatorium bei Timo Hanhinen und Seppo Kimanen. Im Jahr 1979 schrieb er sich an der Sibelius-Akademie ein, um sein Studium bei Arto Noras fortzusetzen. 1982 gewann er den 1. Preis beim Cello-Wettbewerb in Turku und wurde von allen großen finnischen Sinfonieorchestern als Solist eingeladen. 1985 erhielt er ein Fulbright-Stipendium, um bei Janos Starker an der In diana-Universität zu studieren, und gewann dort den jährlichen Cello-Wettbewerb. Zwischen 1977 und 1983 besuchte er regelmäßig Meisterkurse bei William Pleeth und Valter Dešpalj und nahm Privatunterricht bei Natalia Gutman.

1986 gewann Rousi die Silbermedaille beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Seitdem konzertierte er mit führenden Orchestern wie den Radiosinfonieorchestern von Helsinki, Stockholm und Oslo, der Kopenhagener Philharmonie, dem CBSO in Birmingham, dem Mariinsky-Orchester, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfaltz und den Philharmonieorchestern von Shanghai und Johannesburg, Er arbeitete mit Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen, Valery Gergiev, Okko Kamu, Osmo Vänskä, Sakari Oramo, Olli Mustonen, Ari Rasilainen, Leif Segerstam, Emmanuel Krivine, Bernhard Klee, Joseph Swensen und Muhai Tang zusammen.

In den 1990er Jahren spielte Rousi im Klaviertrio mit dem Geiger Leonidas Kavakos und dem Pianisten Peter Nagy. In Recitals tritt er mit Pianisten wie Olli Mustonen, Kathryn Stott, Henri Sigfridsson, Laura Mikkola, Massimo Somenzi und Juhani Lagerspetz auf.

Außerdem wird er häufig zu zahlreichen führenden Kammermusikfestivals in der ganzen Welt eingeladen. Zwischen 1993 und 2009 war Rousi künstlerischer Leiter des Turku Music Festival, in dessen Rahmen viele legendäre Künstler wie Sviatoslav Richter, Yehudi Menuhin, Vladimir Ashkenazy, Valery Gergiev und Lang Lang auftraten. 2010 wurde er zum künstlerischen Leiter des Sibafestes in Helsinki ernannt, und 2010-2011 war er künstlerischer Leiter einer Sibelius-Reihe im Verkatehdas in Hämeenlinna. 2012 wurde er zum künstlerischen Leiter des Suvisoitto-Festivals in Sysmä ernannt. Er war Jurymitglied bei wichtigen Wettbewerben wie dem Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau (2011, 2015), dem Vittorio-Gui-Wettbewerb in Florenz, dem Solistpriset in Stockholm und dem Paulo-Cello-Wettbewerb in Helsinki.

Seit 1995 ist Rousi Professor für Cello an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Seine Celloklasse dort zieht Talente aus der ganzen Welt an. 2016 wurde er als Gastprofessor an das Musikkonservatorium in Shanghai eingeladen. 2010 gründete er mit seinen besten Studenten das Cello-Ensemble Sibelius Academy Cello Virtuosi, das in prominenten Konzertsälen wie dem Konzertsaal des Mariinsky Theaters, dem Tampere Talo und dem Verkatehdas in Hämeenlinna aufgetreten ist. Im Jahr 2017 wurde das Ensemble zum Festival "Stars of the White Nights" in St. Petersburg eingeladen.

Er wurde eingeladen, Meisterklassen an führenden Musikhochschulen auf allen Kontinenten zu leiten und unterrichtet regelmäßig am St. Petersburger Musikhaus. Zu seiner Diskografie gehören mehrere Solo- und Kammermusikaufnahmen für die Labels Ondine und Finlandia. Er spielt auf Celli von Carlo Giuseppe Testore aus dem Jahr 1690 und Jean Le Febvre aus dem Jahr 1760; sein Lieblingsbogen ist ein François Tourte aus dem Jahr 1810.

 

Thomas Seyboldt

Thomas Seyboldt, Liedpianist, Solorepetitor, Musikwissenschaftler, Autor und Herausgeber, lehrt seit 1990 an Musikhochschulen, zunächst in Karlsruhe und ab 2010 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

 

Er leitet eine Liedklasse an der Musikhochschule Lübeck und gibt Interpretationskurse in Europa und Asien. Seit 2004 ist er Gastprofessor für Liedgestaltung an der University of Music in Xi’an / China. „Franz Schubert: Lieder (live)“, die neueste CD-Veröffentlichung des Liedduos Hans Christoph Begemann (Bariton) und Thomas Seyboldt, wurde von der "Opernwelt" im Januar 2018 zur CD des Monats gekürt und steht auf der Longlist 1/2018 vom „Preis der deutschen Schallplattenkritik“. „Eine Offenbarung“, findet Opernwelt-Chefredakteur Albrecht Thiemann. Die „großartigen Schubert-Recitals“ seien „fünf Stunden Liedkunst, die höchste Maßstäbe erfüllt, ja manches in den Schatten stellt, was gegenwärtig als der Schubert-Interpretationsweisheit letzter Schluss gilt.“ Die Aufnahmen wurden vom SWR live produziert und erschienen beim preisgekrönten Berliner Independentlabel „bastille musique“. Sie beinhalten die gesamten Hölty-Lieder und Schiller-Balladen, ausgewählte Goethe-Vertonungen, eine Wiederauflage der begehrten, aber zwischenzeitlich vergriffenen „Winterreise“ sowie die von Walther Dürr gehaltenen Einführungsvorträge.

Als Liedpianist hat Seyboldt von 1993-2001 das gesamte Liedwerk Schuberts aufgeführt. Sein breites Repertoire umfasst darüber hinaus alle bedeutenden Liedkomponisten. Als künstlerischer Leiter der „schubertiade.de • Forum für Liedkunst“ legt er Wert auf eine Programmgestaltung, die Zusammenhänge hörbar macht und die häufig literarisch orientiert ist. Umfangreiche Saisonprogramme wie „Robert Schumann – Das Liederjahr 1840“ oder Themenfestivals wie die „Heinrich-Heine-Tage“ sind ebenso Bestandteil dieser Konzeption wie integrale Aufführungen der Lieder von Johannes Brahms und – als Weltpremiere – von Schuberts Vokalensembles. Im Projekt LIEDERWENDE der „schubertiade.de“ gibt er dem aktuellen Liedschaffen lebender Komponisten Raum und hatte bislang Wolfgang Rihm, Wilhelm Killmayer und Moritz Eggert zu Gast. Neue Horizonte erschließt er mit dem großen Thema „Lieder ohne Grenzen“, das vielfältige Verbindungen zu unterschiedlichen Kulturräumen eröffnet – in der Saison 2013/14: Italien mit den Schwerpunkten Michelangelo, Petrarca und Goethe.

Thomas Seyboldt war Partner von Christiane Hampe, Ulrike Sonntag, Heidrun Kordes, Birgid Steinberger, Sarah Wegener, Thomas Quasthoff, Scot Weir, Lothar Odinius, Tilman Lichdi, Richard Salter, Hanno Müller-Brachmann sowie dem Geiger Ulf Hoelscher und Isabel Charisius, Bratscherin im Alban Berg Quartett. Mit dem Bariton Hans Christoph Begemann verbindet ihn eine mehr als 25-jährige intensive Zusammenarbeit als Lied-Duo.

Im Frühjahr 2016 erschien die hochkarätige SWR-Studioaufnahme des Duos „Wolfgang Rihm: Goethe-Lieder“ bei „bastille musique“. Die CD enthält Ersteinspielungen von Rihms gesamten Goethe- und Schiller-Vertonungen der Jahre 2004 bis 2014 und wurde mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet (Bestenliste 3/2016). Konzertreisen führten Seyboldt durch mehrere Länder Europas und nach Südamerika. CD-Produktionen, darunter eine „Winterreise“, Fernsehaufzeichnungen sowie zahlreiche Rundfunkaufnahmen bei verschiedenen europäischen Sendern dokumentieren seine Arbeit. Die Premieren-CD des von ihm gegründeten und geleiteten Männerquartetts „Schubert hoch vier“ erschien 2006 bei Carus und wurde mit dem internationalen Schallplattenpreis „Pizzicato Supersonic Award“ ausgezeichnet.

Henri Sigfridsson

Henri Sigfridsson, 1974 geboren, hat sich in den letzten Jahren auf vielen wichtigen Konzertpodien Europas etabliert.

 

Die Tonhalle Zürich, im Konzerthaus Berlin, in den Philharmonien von Köln, Budapest und St. Petersburg und im Herkulessaal München hat er beeindruckende Konzerte gegeben. Als Krönung seiner Wettbewerbserfolge ist die Beethoven Competition Bonn 2005 anzusehen, bei der er den ersten Preis, den Publikumpreis und den Kammermusikpreis gewann.

Henri Sigfridsson hat an vielen Wettbewerben erfolgreich teilgenommen. 1994 gewann er den 1.Preis beim internationalen "Franz-Liszt-Wettbewerb" in Weimar und 1995 den großen skandinavischen Wettbewerb "The Nordic Soloist Competition". 2000 gewann er bei dem Geza-Anda Wettbewerb in Zürich den zweiten Preis und den Publikumpreis. 2001 erhielt er den Forderpreis für junge Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Finne ist bereits seit Jahren Gast bei vielen internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, Beethoven Festival Bonn, der Styriarte, Klavierfestival Ruhr, dem Lucerne Festival, Kissinger Sommer, dem Augsburger Mozart-Festival, dem Menuhin Festival Gstaad und dem Lockenhaus Festival. Als Solist trat er bei Orchesterkonzerten mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, den St. Petersburger Philharmonikern, der Weimarer Staatskapelle, dem RSO Helsinki, der Camerata Salsburg und dem Stuttgarter Kammerorchester unter Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Lawrence Foster, Sakari Oramo, Alexander Lazarev, Georg Alexander Albrecht, Volker Schmidt-Gertenbach und Dennis Russell Davies. Seit 2000 führen ihn regelmäsig Einladungen nach Japan.

Ulrike Sonntag

Ulrike Sonntag studierte zunächst Schulmusik und Germanistik in Stuttgart, dann Gesang in Rumänien und an der UdK Berlin bei Prof. Hartmann-Dressler.

 

Sie nahm an Intensivkursen von Dietrich Fischer-Dieskau, Aribert Reimann und Elisabeth Schwarzkopf teil. Sie war Preisträgerin bei mehreren Wettbewerben. Noch während der Studienzeit debütierte sie an der Hamburgischen Staatsoper als Oriane in Amadis von Joh. Chr. Bach und an der Deutschen Oper Berlin. Feste Opernengagements führten sie über Heidelberg und Mannheim 1988 an das Staatstheater Stuttgart.

Von 1991 bis 1994 war sie Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper, wo sie als Susanna, Zdenka, Musetta, Marzelline, Sophie, Micaela, Pamina und Donna Elvira zu hören war. Gastverträge verbanden sie mit den Opernhäusern in Berlin, Frankfurt, Köln, Karlsruhe, Magdeburg, Monte Carlo, Kairo, Triest, Cagliari und Tel Aviv. Unter Wolfgang Gönnenwein sang sie bei den Ludwigsburger Festspielen das Ännchen in der Inszenierung von Loriot und Pamina in der Inszenierung von Manthey. Bei den Opernfestspielen in St. Margarethen die Micaela. Daneben ging Ulrike Sonntag einer internationalen Konzerttätigkeit nach, wovon zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und Schallplatten- bzw. CD- und DVD- Aufnahmen Zeugnis geben.

Das Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Die Sopranistin war Gast der Festivals in Salzburg, Wien, Frankfurt, Berlin, Montreux, Schwetzingen und trat mit vielen bedeutenden Orchestern und Dirigenten in ganz Europa, Russland, USA, China, Südamerika und Japan auf. Auch der Liedgesang spielt eine wichtige Rolle, Ulrike Sonntag gab Liederabende unter anderem in der Alten Oper Frankfurt, in der Philharmonie Köln, beim NDR Hannover, bei den Ludwigsburger Festspielen, beim Rheingau-Festival, mit Hermann Prey in Bad Urach, bei den Heidelberger Schlosskonzerten, den Weilburger Schlosskonzerten, bei den Bodensee-Festspielen auf Schloss Achberg, bei der Biennale München, bei den Traunsteiner Musiktagen, auf Schloss Babenhausen, bei der Schubertiade im Ettlinger Schloss, bei den Sommerlichen Ulmer Musiktagen, in Weimar, Lissabon, Lausanne, Paris, Barcelona, Moskau, St. Petersburg, Montevideo, Asuncion und Cordoba.

2008 führte eine Tournee sie nach Wladiwostok für zwei Liederabende und einen Meisterkurs zum Thema Zauberflöte“. Das Marienleben von Hindemith sang sie bei den Hindemith-Tagen in Berlin, Frankfurt, Mannheim Salzburg, Bern, Mailand, beim Bodensee-Festival und in Madrid. Lied-CDs sind erschienen mit den Mignon-Liedern von Schubert, Schumann und Wolf, sowie mit Liedern und Kammermusik von Darius Milhaud.

Die CD „Herbsttag“ enthält Vertonungen von Rilke-Gedichten. Auch als Pädagogin hat Ulrike Sonntag sich international profiliert. Seit April 2005 hält sie eine Professur für Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart inne. Zahlreiche Studierende erhielten Preise und Engagements (Koblenz, Regensburg, Innsbruck, Mannheim, Nürnberg, Antwerpen, Stuttgart, Prem/Russland, Festspiele Bayreuth, Braunschweig, Halle, Detmold, Bielefeld, Bremerhaven, Flensburg, Zürich, Salzburg, Wien, Straßburg, Stralsund, Saarbrücken, Landestheater Salzburg, Staatsoper München, Semperoper).

Sie leitete zahlreiche internationale Meisterkurse: beim Oberstdorfer Musiksommer, beim Musikfest Stuttgart der Bachakademie Stuttgart unter Helmuth Rilling und Hans-Christoph Rademann, vier Mal am Conservatoire National Supérieure de Paris, an den Musikakademien in Bukarest, Riga und Budapest, an der Opernakademie Henfenfeld, auf La Palma. Seit 2014 jährlich an die Akademie Palazzo Ricci Montepulciano/Italien, 2017 am Sydney Conservatium of Music und an der Universidade Aveiro/Portugal, 2018 am Staatlichen Konservatorium in Jerewan/Armenien, in Porto/Portugal, in Den Haag und in Venedig/Italien, im Sommer 2019 zwei Meisterkurse in New Delhi und Puna in Indien. 2019 und 2020 war sie im Dozententeam der Margreet Honig Summer Academy auf Schloss Weinberg/Österreich. 2021 bei den Talent Summer Courses in Brescia/ Italien und an der Musikakademie in Lodz/Polen.

Dorothea Wirtz

Ihr Studium, das sie mit Auszeichnung abschloss, absolvierte die Koloratursopranistin Dorothea Wirtz bei Elisabeth Grümmer an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Berlin und bei Hanno Blaschke an der Hochschule für Musik in München.

 

Schauspielunterricht am Max Reinhard Institut in Berlin und eine Ausbildung zur Atempädagogin komplettierten ihre Ausbildung. Festengagements folgten ab 1978 an der Bayerischen Staatsoper, dem Staatstheater Kassel und dem Opernhaus Zürich, wo sie u.a. in Partien wie Blonde, Olympia, Rosina, Despina, Königin der Nacht, Adele, Marzelline, Gilda und Adina zu hören war. Daneben pflegte sie ein reichhaltiges Konzert-, Oratorium- und Liedrepertoire. Gastengagements führten sie u.a. nach Berlin (Staatsoper Unter den Linden und Deutsche Oper), Wien (Staatsoper und Volksoper), Stuttgart, Köln, Madrid, Mailand, Venedig, Bologna, Florenz (Maggio Musicale) Catania, Palermo, Buenos Aires, Mexico City.

1979 gewann sie den Mozartfest-Wettbewerb in Würzburg. Sie konzertierte bei verschiedenen Festivals: Schleswig-Holstein Festival, Rheingau Festival, Salzburger Jännerwochen... Während ihrer Laufbahn sang Dorothea Wirtz unter Dirigenten wie Zubin Mehta, Carlos Kleiber, Ferdinand Leitner, Wolfgang Sawallisch, Christoph Eschenbach, Karl Richter, Heinrich Hollreiser, Nicolaus Harnoncourt und mit Kollegen wie Hermann Prey, Edita Gruberova, Hildegard Behrens, Martti Talvela. Matti Salminen, Kurt Moll etc. Rundfunk-und Fernsehaufnahmen sowie Schallplatten- und CD- Einspielungen entstanden in diesen Jahren.

Von 1995-2000 war Dorothea Wirtz Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Köln. Im Jahr 2000 wurde sie an die Hochschule für Musik in Freiburg berufen. Internationale Meisterkurse ergänzen ihre pädagogische Tätigkeit. Studierende von Dorothea Wirtz sind Preisträger vieler Wettbewerbe, an nationalen und internationalen Opernhäusern engagiert oder gehen erfolgreich pädagogischen Tätigkeiten nach.

Helga Seyboldt

Helga Seyboldt, Dipl. Bewegungspädagogin Franklin-Methode®

 

Nach 3-jähriger Ausbildung bei Eric Franklin in der Schweiz mit Diplom leite ich regelmäßig Kompaktkurse unter verschiedenen Themenschwerpunkten wie Entspannte Schultern- gelöster Nacken, Beckenbodenpower, Fitte Füße, Befreite Atmung, Entspannung für Kopf-Kiefer-Nacken sowohl als Gesundheitsprophylaxe als auch zur Steigerung der körperlichen Expressivität. Mit einer Kombination aus erlebter Anatomie, Bewegung und Dynamischer Neurokognitiver Imagination (DNI) ermöglicht die Franklin-Methode® anhand einfacher Körperübungen ungünstige Bewegungs- und Haltungsmuster zu entdecken und zu verbessern. Die Franklin-Methode® ist weltweit die einzige Trainingsmethode, die sich primär auf DNI konzentriert und sie systematisch auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse anwendet.
In meine Arbeit fließt außerdem die Atemarbeit nach Prof. Ilse Middendorf ein.


Als Gesangslehrerin (Studium an der Musikhochschule Karlsruhe und mehrere Jahre als Hochschuldozentin an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe für Gesang, Stimmkunde und Vokalensemble) arbeite ich im eigenen Studio. Die Sommerkurse für Stimme-Interpretation-Bewegung zusammen mit meinem Partner Thomas Seyboldt setzen ein weiteres jährliches Glanzlicht.