MEISTERKURSE 2012

01
24.06.–01.07.2012

Gesang/Musiktheater

Musikalische Interpretation von Opernarien
Prof. Gerd Uecker
Jeder Studierende des Faches Operngesang wird nach seiner Bewerbung an einem Opernhaus oder bei einer Agentur erst über ein erfolgreiches Vorsingen seinen Einstieg in eine professionelle Gesangskarriere finden.
Daher soll in diesem Kurs die Erarbeitung eines Vorsinge-Repertoires von
ca. 4-6 Opernarien des jeweiligen Stimmfaches im Mittelpunkt stehen. Der Schwerpunkt wird dabei insbesondere auf die musikalische Interpretation und gesangliche Darstellung gelegt werden. Gesangstechnische Themen werden nur am Rande behandelt.
Zum anderen wird anhand dieser Opernarien auch deren szenischer Aspekt beim Vorsingen Teil der Kursarbeit sein. Bühnenpräsenz und die Integration des Körpers in den künstlerischen Vortrag sind Ziel der szenischen Arbeit mit Martina Veh.
Vorausgesetzt werden mindestens 6 gut studierte Opernarien in der jeweiligen Originalsprache.
Die Arbeit während des Kurses wird von individueller Beratung zu Fragen des zukünftigen Berufsweges begleitet werden. Auch können in der Gruppe allgemeine Fragen zur Berufspraxis erörtert werden.
Der Kurs ist für Gasthörer offen.

Stimme und Körper
Martina Veh
Jeder musikalische Vortrag eines Sängers hat szenische Präsenz zur Voraussetzung. Der erfolgreiche Auftritt eines Sängers, sowohl im Konzert, bei einem Vorsingen als auch besonders im Bereich des Musiktheaters, erfordert zusätzlich zur Gesangstechnik nicht nur die vertiefte Interpretation von Musik und Text, sondern auch die ganzheitliche körperliche Umsetzung dieser interpretatorischen Intentionen. Für den Sänger ist gewissermaßen jeder gesungene Vortrag gleichzeitig auch eine szenische Darstellung. Eine überzeugende szenische Darstellung – selbst wenn es sich nur um einen konzertanten Auftritt handelt - muß nicht einfach nur vom Talent eines Sängers abhängen. Es gibt zahlreiche Techniken aus dem Bereich der Schauspielkunst und des Körpertrainings, die in praktischen szenischen Übungen angewandt, dem Sänger zu einem ganzheitlichen Vortrag verhelfen können.
Die Kombination von musikalisch-interpretatorischem Ansatz  und praktischer körperlicher Präsenz ist Ziel des Kurses. Es wird sowohl einzeln als auch in der Gruppe zur Schulung an szenischer Darstellung gearbeitet.
02
01.07.–08.07.2012

Gesang/Musiktheater

Der Opernsänger lernt singen. Außerdem soll er darstellen. Deshalb versucht er Schauspieler zu sein, d. h. gleichzeitig auf zwei Instrumenten zu spielen: seiner Stimme und seinem Körper. Meist mit mäßigem Erfolg. Er soll nämlich gar kein Schauspieler sein, sondern Musik - Darsteller. Musik ist sein Ausdrucksmittel. Nur wenn die Stimme einschließlich des Orchesters mit dem Körperkoordiniert ist, kann aus der Sache etwas werden. Kurzum: der Opernsänger muß Musik als
Mittel der Darstellung verkörpern. Dies soll der Kurs in den Grundzügen lehren.
03
08.07.–15.07.2012

Kontrabass

Der Kurs wendet sich an alle Kontrabassisten, besonders spannend ist die Arbeit mit zwei Professoren, die aus unterschiedlichen Aspekten des Kontrabassspiels ihr Wissen und ihre Hilfe anbieten können.
Französische und deutsche Bogentechnik.
Erarbeitung von technischen Fertigkeiten für das musikalische Spiel.
04
15.07.–22.07.2012

Klavier/Kammermusik

05
15.07.–22.07.2012

Fagott

06
15.07.–22.07.2012

Violine

07
22.07.–29.07.2012

Dirigieren

“Orchesterlied und Oper”
Dieser Kurs findet als gemeinschaftlicher Kurs von Frau Susanne Kelling und Herrn Prof. Michael Luig statt.
Orchesterlied als autonom, rein musikalisch gestaltete geistige Szene
Hector Berlioz, Nuits d’ête

Richard Strauss, Orchesterlieder

Gustav Mahler, Des Knaben Wunderhorn

Opernszene als real gestaltete Szene mit ihren speziellen musikalischen und stimmlichen Aspekten.

Wolfgang A. Mozart, Così fan tutte

Engelbert Humperdinck, Hänsel und Gretel

Lied und Oper stehen sich immer als ideale Ergänzungen gegenüber: beim solistisch gestalteten Opernlied ist der Focus ganz auf die Stimme, ihre Farben, die Textverständlichkeit und die psychologische Durchdringung des Textes gerichtet. Wie weit Mimik und Gestik hier in sparsamer Dosierung eingesetzt werden können und sollen, ist eine weitere Frage, die an die Liedgestaltung als intimer Gesangskunst gerichtet wird. Dass dem Dirigenten hier eine unerhört sensible Begleitaufgabe zufällt, indem er aus der reinen Begleitung einen dialogisierenden Klangteppich entwickelt, der Wort und Sinn des Textes in jedem Moment wissend unterstützt, bedarf eines besonders feinen Zuhörens und eines Mitfühlenden Gestaltens.
Im Gegensatz dazu bedarf es bei der szenischen Realisation einer Opernszene der impulsgebenden Hand des Dirigenten, um die dialogisierenden Momente auf der Bühne zur dramatischen Einheit zu binden, in Zwischenspielen die Spannung der Szene „in den Graben“ zu führen, weiter zu entwickeln und dann wieder an die Sänger zu geben. Die größere „Al-Fresco-Manier“ hinsichtlich der Klarheit von Text, Charakter und Geste, die in gleicher Weise in der Partitur ihre Entsprechungen findet, gilt  es herauszuarbeiten.
Somit steht in dem Kurs der künstlerisch reizvolle Gegensatz von Lied und Oper, der aber für den wissenden Sänger und Dirigenten kein Gegensatz ist. Das Lied ist immer die konzentrierte Überprüfung der eigenen Fähigkeiten, ob das eigene Instrument – sei es Stimme oder die Vorstellung beim Dirigenten – wirklich noch den kleinsten Nuancen gehorcht. Diese Genauigkeit – eingebracht in die Opernszene – wird Sänger und Dirigenten vor einer theatralischen Übertreibung bewahren und auch in der äußerlichen Kunstform der Oper die innere Wahrheit zu entdecken suchen.
Erweitert wird das Programm durch Ouvertüren und orchestrale Zwischenspiele.

Achtung!Dirigier-Kurs:
Der Kurs ist auf 8 aktive Teilnehmer beschränkt. Diese haben sich mit einem Video, auf dem ihre dirigentischen Fähigkeiten ersichtlich sind, vorzustellen, das bis zum 1. März 2012 an die Akademie Montepulciano geschickt sein muss.

Achtung Sänger: Ein Anspruch auf die Teilnahme am Konzert besteht nicht.
Während der Probenwoche wird durch ein Vordirigieren durch das Orchester und die Kursleitung die Teilnahme am Abschlusskonzert entschieden. Ein Anspruch auf die Teilnahme am Konzert besteht nicht!!
Passive Teilnehmer sind möglich.
08
22.07.–29.07.2012

Gesang

“Orchesterlied und Oper”
Dieser Kurs findet als gemeinschaftlicher Kurs von Frau Susanne Kelling und Herrn Prof. Michael Luig statt.
Orchesterlied als autonom, rein musikalisch gestaltete geistige Szene
Hector Berlioz, Nuits d’ête

Richard Strauss, Orchesterlieder

Gustav Mahler, Des Knaben Wunderhorn

Opernszene als real gestaltete Szene mit ihren speziellen musikalischen und stimmlichen Aspekten.

Wolfgang A. Mozart, Così fan tutte

Engelbert Humperdinck, Hänsel und Gretel

Lied und Oper stehen sich immer als ideale Ergänzungen gegenüber: beim solistisch gestalteten Opernlied ist der Focus ganz auf die Stimme, ihre Farben, die Textverständlichkeit und die psychologische Durchdringung des Textes gerichtet. Wie weit Mimik und Gestik hier in sparsamer Dosierung eingesetzt werden können und sollen, ist eine weitere Frage, die an die Liedgestaltung als intimer Gesangskunst gerichtet wird. Dass dem Dirigenten hier eine unerhört sensible Begleitaufgabe zufällt, indem er aus der reinen Begleitung einen dialogisierenden Klangteppich entwickelt, der Wort und Sinn des Textes in jedem Moment wissend unterstützt, bedarf eines besonders feinen Zuhörens und eines Mitfühlenden Gestaltens.
Im Gegensatz dazu bedarf es bei der szenischen Realisation einer Opernszene der impulsgebenden Hand des Dirigenten, um die dialogisierenden Momente auf der Bühne zur dramatischen Einheit zu binden, in Zwischenspielen die Spannung der Szene „in den Graben“ zu führen, weiter zu entwickeln und dann wieder an die Sänger zu geben. Die größere „Al-Fresco-Manier“ hinsichtlich der Klarheit von Text, Charakter und Geste, die in gleicher Weise in der Partitur ihre Entsprechungen findet, gilt  es herauszuarbeiten.
Somit steht in dem Kurs der künstlerisch reizvolle Gegensatz von Lied und Oper, der aber für den wissenden Sänger und Dirigenten kein Gegensatz ist. Das Lied ist immer die konzentrierte Überprüfung der eigenen Fähigkeiten, ob das eigene Instrument – sei es Stimme oder die Vorstellung beim Dirigenten – wirklich noch den kleinsten Nuancen gehorcht. Diese Genauigkeit – eingebracht in die Opernszene – wird Sänger und Dirigenten vor einer theatralischen Übertreibung bewahren und auch in der äußerlichen Kunstform der Oper die innere Wahrheit zu entdecken suchen.
Erweitert wird das Programm durch Ouvertüren und orchestrale Zwischenspiele.

Achtung!Dirigier-Kurs:
Der Kurs ist auf 8 aktive Teilnehmer beschränkt. Diese haben sich mit einem Video, auf dem ihre dirigentischen Fähigkeiten ersichtlich sind, vorzustellen, das bis zum 1. März 2012 an die Akademie Montepulciano geschickt sein muss.

Achtung Sänger: Ein Anspruch auf die Teilnahme am Konzert besteht nicht.
Während der Probenwoche wird durch ein Vordirigieren durch das Orchester und die Kursleitung die Teilnahme am Abschlusskonzert entschieden. Ein Anspruch auf die Teilnahme am Konzert besteht nicht!!
Passive Teilnehmer sind möglich.
09
29.07.-05.08.2012

Violoncello

Repertoire aller Stilepochen( gerne auch Werke des 20. Jahrhunderts )
Offener Einzelunterricht
Abschlußvorspiel

Inhalte (u.a):
Differenzierte ( auf den jeweiligen Stil bezogene) Gestaltung
(Klangfarben, Dynamisierung, Phrasierung, Artikulation, Tempoführung, Intonation...)
 Spieltechnische Aspekte, Bewegungsabläufe 

Übemethoden
Gruppenveranstaltungen zu verschiedenen Themen
(technischen und/oder interpretatorischen Inhalts - nach Absprache)

Analyse von musikalischen Inhalten und deren Konsequenz für die Interpretation

Jee-Young Phillips, Klavier (Korrepetition)
Gerhard Müller- Hornbach (Prof. für Komposition, Frankfurt/Main), musikalische Analyse

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt (Datum der Anmeldung).
Bitte geben Sie bei der Anmeldung die Werke an, die Sie vorbereiten.
10
29.07.–05.08.2012

Gesang

Prof. Hedwig Fassbender war von 1991-96 Professorin am Konservatorium in Winterthur und ist seit 1999 Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Von 2001-2011 leitete sie die dortige Gesangsabteilung, die im Dezember 2011 mit dem hessischen Exzellenzpreis für Hochschullehre ausgezeichnet wurde.
In ihrem Kurs gibt sie sichere technische Hilfestellungen und legt Wert auf die stilsichere Interpretation vom frühklassischen bis zeitgenössischen Bühnen- und Konzertrepertoire aller Stimmgattungen. Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses wird die vertiefende Arbeit an textdeutlichem Singen sein. Stilsicherheit und Textverständnis sind heute neben einer stabilen und belastbaren Technik unabdingbare Kriterien für eine erfolgreiche Sängerkarriere. 
Maximal 12 Teilnehmer, Photo, Lebenslauf und Aufnahme mit 2 Arien bzw. mit einer Arie und einem Lied bis zum 15. Juni 2012 per mail an das Kursbüro.
Weitere Infos unter:
www.hedwig-fassbender.de  unter dem Stichwort "Pädagogik"
11
05.08.–12.08.2012

Komposition

12
05.08.–12.08.2012

Klavier

Der Kurs richtet sich an Pianistinnen und Pianisten jeden Alters, auch an Studienaspiranten. Das Repertoire kann frei gewählt werden und kann neben Solowerken auch Kammermusik enthalten. Das Anliegen und Ziel ist eine umfassende künstlerische Durchdringung des mitgebrachten Kursrepertoires. Am Ende präsentieren die Kursteilnehmer ihr erarbeitetes Programm in einem öffentlichen Konzert.
13
12.08.–19.08.2012

Harfe

Wir arbeiten an Sololiteratur für Harfe und Harfenkonzerte aus allen Epochen, sowie an Orchesterstellen und Probespielvorbereitung .
Jede/r hat jeden Tag Unterricht. Einzel- und Gruppenunterricht.
Gerne (auch) mit Zuhörern!

Das Schlusskonzert im schönen Saal des Palazzo Ricci bietet Gelegenheit das Erarbeitete vorzustellen und auch Eigeninitiativen wie Harfenduos oder Trios einzubeziehen.
14
19.08.–25.08.2012

Gesang

Der Kurs beinhaltet primär ein Stimmtraining, völlig losgelöst einer intellektuellen Prägung. Im Vordergrund steht eine ureigene Organbewegung, welche sich mit viel Musizierfreude im Repertoire vergegenwärtigt.
Hierzu sind fünf Opernarien auswendig vorzubereiten!
Es wird um Bewerbung durch Einsendung des künstlerischen Werdegangs sowie einer Aufnahme von zwei Opernarien gebeten. Bitte erfragen Sie die Adresse im Akademiebüro.
15
25.08.–02.09.2012

Gesang/Musiktheater

16
25.08.–02.09.2012

Gesang/Liedbegleitung

Lied und Oper - Eine Stimmung - Zwei Stimmen? 

Verbindung von Interpretation und Technik für Sänger mit und ohne Begleiter. Lied-Duos sind willkommen.
17
02.09.–09.09.2012

Klavier/Kammermusik

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit dem Meisterkurs von Keiko Urushihara angeboten.
Er richtet sich an Pianistinnen und Pianisten (Geigerinnen und Geiger) jeden Alters. Neben Solorepertoire kann auch Kammermusik erarbeitet werden. Es gibt keine Repertoirebeschränkung. Auch bestehende Kammermusikensembles sind willkommen. Als Besonderheit bietet der Kurs die Gelegenheit, Kammermusikwerke parallel mit beiden Dozenten zu erarbeiten. So können beispielsweise auch einzelne Pianisten oder Geiger Werke des Duorepertoires Violine/Klavier aus der Perspektive beider Instrumente studieren.
18
02.09.–09.09.2012

Violine/Kammermusik

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit dem Meisterkurs von Prof. Jacob Leuchner angeboten.
Er richtet sich an Geigerinnen und Geiger (Pianistinnen und Pianisten) jeden Alters. Neben Solorepertoire kann auch Kammermusik erarbeitet werden. Es gibt keine Repertoirebeschränkung. Auch bestehende Kammermusikensembles sind willkommen. Als Besonderheit bietet der Kurs die Gelegenheit, Kammermusikwerke parallel mit beiden Dozenten zu erarbeiten. So können beispielsweise auch einzelne Pianisten oder Geiger Werke des Duorepertoires Violine/Klavier aus der Perspektive beider Instrumente studieren.
19
02.09.–09.09.2012

Violoncello/Kammermusik

 

Internationale Kammermusikwoche vom 09. bis 16. September 2012

20
30.09.–07.10.2012

Gesang