DozentInnen und Dozenten 2026
Auch für die Saison 2026 haben wir wieder namhafte Dozentinnen und Dozenten gewinnen können, die in 16 Kursen für Zupf-, Blas-, Streich- und Tasteninstrumente sowie Gesang und Liedgestaltung unterrichten.

Markus Bellheim
Klavier
Markus Bellheim ist als Pianist auf internationalen Bühnen und Festivals unterwegs. Seine Aufnahmen wurden mit diversen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik.
Geprägt wurde seine Karriere durch den Gewinn des internationalen Messiaen-Wettbewerbs im Jahr 2000 in Paris und durch die künstlerische Zusammenarbeit mit Yvonne Loriod. Markus Bellheims Konzertrepertoire umfasst unter anderem das komplette Klavierwerk von Olivier Messiaen. sowie das von Johann Sebastian Bach, der einen weiteren Schwerpunkt in Bellheims Schaffen bildet. Markus Bellheim gibt regelmäßig Meisterkurse im In- und Ausland. Seit dem Wintersemester 2011 ist er Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München. Für den Münchner G. Henle Verlag ist er als freier Mitarbeiter und Autor tätig.
Näheres siehe unter: http://www.markus-bellheim.com/

Ye-Eun Choi
Violine
Ye-Eun Choi ist eine international renommierte und gefragte Geigerin, die das musikalische Leben ihrer Generation mitprägt. Ihre musikalische Laufbahn begann in Korea mit dem Violinspiel im Alter von sieben Jahren, bevor sie an der Hochschule für Musik und Theater München bei Ana Chumachenco studierte.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie 2007 durch die Aufführung von Johann Sebastians Bachs Doppelkonzert gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter, die einen wichtigen Impuls für ihre internationale Laufbahn darstellte.
Seither trat Ye-Eun Choi als gefragte Solistin auf internationalen Konzertpodien auf und arbeitete mit Dirigenten von internationalem Rang zusammen, darunter Riccardo Muti, Mariss Jansons, André Previn, Yannick Nézet-Séguin, Christoph Eschenbach, Manfred Honeck, Jaap van Zweden, Michael Tilson Thomas, Alan Gilbert und Vladimir Fedoseyev, und gastierte bei zahlreichen führenden Orchestern in Europa, Nordamerika und Asien, darunter dem New York Philharmonic Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre National de France, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem San Francisco Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem BBC Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Czech Philharmonic Orchestra, dem Tchaikovsky Symphony Orchestra of Moscow sowie dem NDR Orchester, u.a.
Neben ihrer solistischen Tätigkeit widmet sich Ye-Eun Choi auch der Kammermusik und dem zeitgenössischen Repertoire. Die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Krzysztof Penderecki, Unsuk Chin und Jörg Widmann unterstreicht ihr Interesse an neuen musikalischen Ausdrucksformen.
Im Jahr 2025 nahm sie gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter, Pablo Ferrández und Muriel Razavi ein Streichquartett von Jörg Widmann auf – die weltweit erste Einspielung dieses Werkes.
Ihr Debütalbum bei Deutsche Grammophon mit Violinsonaten von Mendelssohn, Schubert und Prokofjew wurde von der internationalen Presse hochgelobt.
Seit 2023 ist Ye-Eun Choi Professorin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sie sich mit großer Leidenschaft der Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker und wird regelmäßig als Dozentin für internationale Meisterkurse eingeladen.

Evelin Degen
Flöte
Evelin Degen (Düsseldorf) ist Flötistin, Hochschullehrerin und Mitbegründerin des PART-Ensembles (part-musik.de), das sich als Kollektiv der Künste versteht und alle zur Zusammenarbeit einlädt, die interdisziplinär arbeiten möchten. Als Solistin gilt ihr Interesse neben dem traditionellen Repertoire vor allem der Gegenwartsmusik – dokumentiert durch zahlreiche Uraufführungen ihr gewidmeter Stücke, Rundfunkmitschnitte und CD-Aufnahmen.
Konzerte führten sie zu den einschlägigen Festivals in verschiedenen europäischen Ländern (u.a. Warschauer Herbst, Nymusikk Oslo, BEAST Birmingham, NOW-Festival Essen, 8Brücken Köln), darüber hinaus nach Nord- und Südamerika sowie nach China, Korea, Japan und Indien. Evelin Degen ist Mitglied des von ihr bis 2023 geleiteten, auf zeitgenössische Musik spezialisierten E-MEX-Ensembles. Zusammen mit ihrem Duopartner Matthias Geuting (matthiasgeuting.de) arbeitet sie an einer Erweiterung des Repertoires für Flöte und Orgel.
Evelin Degen unterrichtet seit 1997 eine eigene Klasse an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, wo ihr 2011 der Titel einer Honorarprofessorin verliehen wurde. Sie gibt Meisterkurse und Workshops in aller Welt und war wiederholt Dozentin des Kollegs der Künste Montepulciano.

Frans Helmerson
Violoncello
Der schwedische Cellist Frans Helmerson erhielt seine Ausbildung zunächst bei Guido Vecchi in Göteborg, anschließend bei Giuseppe Selmi in Rom und William Pleeth in London.
Großen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatten außerdem Sergiu Celibidache und sein Förderer Mstislav Rostropovich. 1971 gewann er einen der renommiertesten Musikpreise für Cellisten, den Cassadó-Wettbewerb in Florenz - nur die erste von vielen weiteren Auszeichnungen. Tourneen führten ihn ins europäische Ausland und nach Japan, Russland, Südamerika, Australien, Neuseeland und in die USA.
Frans Helmerson spielt mit vielen namhaften Orchestern und erhält für seine Konzerte und Einspielungen hervorragende Kritiken. Seine Aufnahme von Dvoraks Cellokonzert (mit Neeme Järvi und dem Göteborg Symphonieorchester) wurde "zur besten auf dem heutigen Markt vorhandenen Aufnahme" gewählt. Hochgelobt ist auch seine Aufnahme von Schostakovichs Cello Konzert Nr. 1.
Frans Helmersons Liebe zur Kammermusik ist ein weiterer wichtiger Motor für seine musikalischen Aktivitäten. Er ist regelmäßig bei den wichtigsten Europäischen Festivals zu Gast, unter anderem in Verbier, Pablo Casals-Festival oder beim Ravinia Festival, und über viele Jahre war er künstlerischer Leiter des "Umea-Korsholm International Chamber Music Festival". 2002 gründete er mit Mihaela Martin, Stephan Picard und Nobuko Imai das Michelangelo String Quartet. Neben seiner Karriere als Solist, Kammermusiker und auch als Dirigent unterrichtete Frans Helmerson mehrere Jahre an den Musikhochschulen in Köln und in Madrid. Seit 2011/12 ist er als Gastprofessor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin tätig. Er spielt ein Cello von Domenico Montagnana (1690-1750).

Thomas Heyer
Gesang
Der Tenor Thomas Heyer stammt aus Waldniel am Niederrhein. Zunächst studierte er in Köln Schulmusik und Germanistik, dann folgte ein Studium in Gesang und Gesangspädagogik.
Seine sängerische Tätigkeit führte ihn durch ganz Europa, Nordamerika und Afrika. Thomas Heyer wirkte in diversen Rundfunk– und Fernsehproduktionen mit. (WDR, BR, 3-Sat, HR, Arte, BfBS etc.) Hieraus entstanden auch einige CDs. Sein Repertoire umfasst im Konzertbereich die großen Oratorienpartien seines Fachs in nahezu allen grossen europäischen Konzertsälen. Von den Bach’schen Evangelisten über den gesamten klassischen und romantischen Sakralbereich bis hin zu Mahler „Das Lied von der Erde“, seiner 8. Symphonie und dem Verdi-Requiem. Auf der Opernbühne war er als Mozart-Tenor und in Belcanto-Opern zu erleben, aktuell singt er Tenorpartien im dramatischen Fach. Liederabende bilden einen weiteren Schwerpunkt in seinem künstlerischen Schaffen.
Thomas Heyer unterrichtet leidenschaftlich seit über 25 Jahren. Neben der Professur für Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main ist er Gastdozent an verschiedenen europäischen Hochschulen und leitet Meisterkurse in Deutschland, Italien, Slowenien, Frankreich, Polen, Neuseeland, Amerika und Kanada. Seine Schülerinnen und Schüler sind an verschiedenen internationalen Opernhäusern (Hamburgische Staatsoper, Bayrische Staatsoper, Mailänder Scala u.a.) engagiert, PreisträgerInnen in internationalen Wettbewerben und DozentenInnen und ProfessorenInnen an Universitäten und Hochschulen.

Thorsten Johanns
Klarinette
Der Klarinettist Thorsten Johanns ist durch seine stilistische Vielseitigkeit und seine ausgeprägte musikalische Kommunikationsfähigkeit als Solist, Orchester- und Kammermusiker sowie als Lehrer gleichermaßen geschätzt und international gefragt. Bereits im Alter von 22 Jahren erhielt er 1998, noch während seines Klarinettenstudiums bei Prof. Ralph Manno an der Musikhochschule Köln, sein erstes festes Engagement als stellvertretender Soloklarinettist bei den Essener Philharmonikern, drei Jahre später wurde er Soloklarinettist im WDR Sinfonieorchester Köln. Diese Position hatte er bis 2015 inne und gastiert dort weiterhin regelmäßig. Als erster und bis heute einziger deutscher Klarinettist wurde Thorsten Johanns persönlich vom Chefdirigenten Alan Gilbert wiederholt nach New York eingeladen, um dort als Solo-Klarinettist mit dem New York Philharmonic Orchestra zu spielen. Weitere Gastengagements als Solo-Klarinettist führten ihn zu den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des BR, den Münchner Philharmonikern, dem NDR Elbphilharmonie Orchester u.v.a. Als Solist konzertiert Thorsten Johanns regelmäßig mit namhaften Orchestern und Dirigenten, u.a. mit Sir Neville Marriner, Semyon Bychkov, dem WDR Sinfonieorchester Köln, Orchestre de chambre de Paris, Stavanger Symphony Orchestra und dem Nationalen Radio Orchester von Rumänien. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen neben namhaften Streichquartetten (ARIS, Auryn, Diogenes, Minetti) auch der Oboist und Komponist Heinz Holliger und der Pianist und Komponist Moritz Eggert. Thorsten Johanns ist Mitglied des weltweit konzertierenden „Ensemble Raro“ und der „Deutschen Bläsersolisten“. Des Weiteren ist er Mitglied des renommierten Ensembles „Spectrum Concerts Berlin“. Thorsten Johanns ist Gast bei zahlreichen internationalen Festivals (Schleswig Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Luzern, Tiroler Festspiele, SoNoRo Bukarest, Rheingau Musikfestival, Budapest Festival Academy, Kuhmo Chamber Music Festival u.v.a.) und wirkte bei vielen erfolgreichen CD-Produktionen (u.a. ECHO-Klassik 2008) mit. Im Jahre 2014 folgte Thorsten Johanns dem Ruf als Professor für Klarinette an die Musikhochschule 'FRANZ LISZT' in Weimar. In den vergangenen Jahren wurde er regelmäßig nach China, Australien, Kanada, Deutschland, in die skandinavischen Länder und die Niederlande eingeladen, um dort Meisterkurse zu geben.

Brigitte Lindner
Gesang
Brigitte Lindner, geborene Münchnerin, wirkte bereits während ihres Studiums an der Musikhochschule München als Solistin bei der weltberühmten Schallplattenfirma EMI-Electrola mit.
Noch heute finden diese Produktionen aus ihren Anfängen erfolgreichen Absatz, wie z.B. die Oper „Hänsel und Gretel“, unter der Leitung von Heinz Wallberg, „die Zauberflöte“ unter Bernhard Haitink, u.a..
Ihre stimmliche Entwicklung begleiteten Hanna Scholl-Völker, Helen Donath, und Nicolai Gedda.
Ihr erstes Festengagement führte sie an das Staatstheater in Braunschweig, wo sie erstmals Rollen wie „Gretel“(Hänsel und Gretel), „Maria“ (Westside - Story), „Valencienne“ (Die lustige Witwe) u.a. erarbeitete.
Unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli sang sie den „Hirtenknaben“ in Richard Wagners
„Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen unter der Regie des Wagner-Enkels Wolfgang Wagner und wirkte mehrmals bei den Ludwigsburger Festspielen unter Wolfgang Gönnenwein mit. Es folgte eine Laufbahn als Opernsängerin, die sie an viele Bühnen des In-und Auslands führte und zahlreiche CD-Produktionen bei EMI –Electrola, dem Label Dabringhaus und Grimm und CPO hervorbrachte.
Als Partnerin von René Kollo und Francisco Araiza wirkte sie bei Galaabenden mit, u.a. in der Alten Oper in Frankfurt, in der Kölner Philharmonie und bei den Festspielen in Bad Ems. Zahllose Rundfunkaufnahmen beim WDR, BR, NDR und Deutschlandradio/DLF folgten und die Fernsehanstalten der ARD und des ZDF entdeckten die Fähigkeiten der Sängerin für das visuelle Medium. Zudem moderierte Brigitte Lindner im DLF jahrelang die Sendung „Klassik,Pop etc.“. Sie konzertierte mit herausragenden Dirigenten, darunter Karlheinz Bloemeke, Willi Boskovsky, Klaus Donath, Peter Falk, Wolfgang Gönnenwein, Bernhard Haiting, Michail
Jurowsky, Toshiyki Kamioka, Bernhard Klee, Willi Mattes, Enrique Ricci, Giuseppe Sinopoli, Stefan Soltesz, Heinz Wallberg, um nur einige zu nennen.
Neben ihren künstlerischen Aktivitäten galt ihr Engagement stets auch der pädagogischen Arbeit. Von 2002 bis 2009 unterrichtete sie an der Hochschule für Musik Köln Gesangsklassen an den Standorten Aachen und Wuppertal.
2009 wurde sie als Professorin für Gesang und Gesangspädagogik an die Hochschule für Musik und Tanz Köln berufen und ist seit dem SS 2019 Dekanin des Fachbereiches Gesang, der die Sparten Musiktheater, Lied/Konzert und Gesangspädagogik umfasst.
In Meisterkursen gibt Brigitte Lindner ihre Erfahrung und ihr Wissen weiter und ist als Jury Mitglied bei internationalen Wettbewerben und auch bei Jugend musiziert vertreten.
Ein zusätzliches Spektrum erarbeitete sie sich mit der Beschäftigung von EDU - Kinästhetik und Musik - Kinesiologie. Sie hält Kurse und Vorträge in diesen Verknüpfungen zwischen Kinesiologie, Gesang und Musik.
Seit September 2014 ist Brigitte Lindner Präsidentin der „BDG-Stiftung Gesang“ des Bundesverbandes deutscher Gesangspädagogen (BDG).

Vincenzo Maltempo
Klavier
Der Pianist Vincenzo Maltempo nimmt dank seiner unermüdlichen und raffinierten Arbeit zur Wiederentdeckung des Werks von Charles-Valentin Alkan einen bedeutenden Platz in der vielfältigen zeitgenössischen Musikszene ein. Maltempo gilt heute international als einer der bedeutendsten Interpreten und profunden Kenner des französischen Komponisten.
Seit 2011 hat er für das Label Piano Classics die bedeutendsten Werke Alkans aufgenommen, ein monumentales Unterfangen, das die Aufmerksamkeit der wichtigsten internationalen Musikzeitschriften auf sich gezogen hat, darunter Diapason, The Guardian, PianoNews und Gramophone.
Maltempo hat sich nicht auf Aufnahmen beschränkt, sondern auch die wichtigsten Werke Alkans in Konzerten aufgeführt und ist damit einer der wenigen Pianisten weltweit, die den gesamten Zyklus der Douze Études dans tous les tons mineurs, Op. 39, in einem einzigen Recital gespielt haben, das im November 2013 in Yokohama stattfand. Im Jahr 2019 begann er eine Zusammenarbeit mit dem renommierten G. Henle Verlag. Im folgenden Jahr veröffentlichte er die erste italienische Biografie über Alkan (Florestano, 2020), ein umfassendes und maßgebliches Werk.
Vincenzo Maltempo wurde als „ein genialer Musiker mit einer beeindruckenden Technik und Intelligenz“ (Jeremy Lee, Top Ear) beschrieben und als jemand, der „einen in Marmor gemeißelten Klang“ hat (PianoNews). Von zahlreichen international renommierten Pianisten gelobt, schrieb Alexander Lonquich: „Er ist ein außergewöhnlicher Pianist und Musiker […]. Einer der wenigen, der der Musik von Alkan gerecht wird, die für ihn offenbar keine Geheimnisse birgt. Maltempo neigt dazu, die äußersten Grenzen jedes Stils auszuloten. Es überrascht mich nicht, dass seine jüngste CD, die Schumann gewidmet ist, ein Erfolg war – selten habe ich eine so überzeugende und facettenreiche Humoreske gehört. […] Seine Hingabe an die Transkription bedeutender Orchesterpartituren überrascht nicht. Und noch eine letzte wichtige Anmerkung: Man spürt, dass das Instrument für ihn immer ein Mittel und niemals ein Zweck ist.“
Seine Diskografie für Piano Classics umfasst fünf gefeierte Alben, die Alkan gewidmet sind, die Gesamtaufnahme der Ungarischen Rhapsodien von F. Liszt sowie Aufnahmen, die Schumann, Lyapunov, Brahms, Beethoven, Skrjabin, Paul Dukas und Chopin gewidmet sind.
Als Gewinner des Premio Venezia 2006 im Teatro La Fenice trat er seitdem in den wichtigsten Konzertsälen und Festivals weltweit auf. Seine musikalische Laufbahn wurde stark vom Pianisten und Lehrer Salvatore Orlando, einem Schüler von Sergio Fiorentino, beeinflusst. Er schloss sein Studium am Konservatorium Santa Cecilia in Rom 2005 mit Bestnote ab und setzte anschließend seine Studien bei Riccardo Risaliti an der Internationalen Klavierakademie „Incontri col Maestro” in Imola fort.
Seit 2017 ist er Gründer und künstlerischer Leiter des Internationalen Klavierwettbewerbs Alkan Prize for Piano Virtuosity.
Derzeit unterrichtet er am Konservatorium in Turin, wo er auch lebt.

Elena Margolina-Hait
Klavier
„Ihre Schubert-Interpretationen sind im wahrsten Sinne des Wortes „ergreifend“. Sie packen den Hörer, sie lassen ihn nicht mehr los. Das liegt wohl schon am ungemein feinen und feinfühligen Anschlag, der der Interpretin alle nur erdenklichen Schattierungen erlaubt.“ – Magazin Pizzicato
Schuberts Musik ist für die Pianistin Elena Margolina zu einer Art Muttersprache geworden. Wenn sie am Flügel sitzt, ist es ihr Ziel, das Instrument zum Singen zu bringen. Und ja: Nachdem sie bereits zahlreiche seiner Werke eingespielt hat, sieht sie es als ihre Lebensaufgabe, Schuberts Klavier-Œuvre aufzunehmen.
Die in Lemberg (Ukraine) geborene Pianistin Elena Margolina genoss eine hervorragende musikalische Ausbildung. Ihr Studium an der N. A. Rimski-Korsakow-Hochschule für Musik St. Petersburg absolvierte sie erfolgreich als Diplom-Konzertpianistin. 1996 schloss sie ihr Konzertexamen an der Musikhochschule Detmold mit Auszeichnung ab.
Elena Margolina ist Preisträgerin mehrerer renommierten Klavier- und Kammermusikwettbewerbe. Dazu gehört der 1. Preis beim V. Internationalen Schubert-Klavierwettbewerb 1995 in Dortmund.
Die Künstlerin lehrte 2006 bis 2014 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
2014 hat die Pianistin den Ruf als Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik in Detmold angenommen.
Als leidenschaftliche Klavierpädagogin teilt Elena Margolina ihr Wissen und ihre Begeisterung und Liebe zu Musik mit jungen Pianisten und ist bei internationalen Meisterkursen (u.a. in Deutschland, Italien, Südkorea, Kanada, Albanien, Polen, Ukraine, Israel, Großbritannien, China) aktiv zu erleben. Die Pianistin ist gefragte Gastprofessorin bei der EuroArts Academy, den Talent Music Master Courses in Brescia, Italien sowie dem Internationalen Klavierforum in Sanok, Polen.
Heute stehen auch zahlreiche Schüler von Elena Margolina selbst auf den internationalen Podien. Sie präsentieren mit großem Erfolg ihr künstlerisches Können und gewinnen Preise bei Klavierwettbewerben. Die Pianistin wird als Jurorin zu verschiedenen internationalen Wettbewerben eingeladen.
Ihre rege Konzerttätigkeit führt Elena Margolina durch ganz Europa und Übersee. Die Pianistin trat als Solistin bereits mit führenden Orchestern auf, wie dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Scottish National Orchestra, dem Berliner Rundfunkorchester, den Berliner Sinfonikern, dem Philharmonischen Orchester Dortmund, der Nordwestdeutschen Philharmonie und den Hamburger Sinfonikern, unter namhaften Dirigenten (wie H. Holliger, B. Thompson, D. Salomon, Ravil Martynov, Jiří Malát, S. Fraas, S. Köhler, L. Shambadal).
Elena Margolina hat zahlreiche Fernseh- und Rundfunkaufnahmen – beispielsweise für die BBC, den WDR, den Hessischen Rundfunk, das Danmarks Radio, das Radio St.-Petersburg, den „Voice of Israel“ und das „Deutschland– Radio“ – sowie mehrere CDs eingespielt. Ihre CD „F. Schubert. Sonate D 959. Moments musicaux D 780“ erhielt den SUPERSONIC-Preis der Zeitschrift PIZZICATO, Luxemburg.
Elena Margolina ist STEINWAY ARTIST.
In ihrer Freizeit liest sie leidenschaftlich gerne und erweitert ihre Kreativität auf die Kochkunst.

Mihaela Martin
Violine
Die in Rumänien geborene Künstlerin Mihaela Martin ist eine der herausragendsten Geigenvirtuosen ihrer Generation.
Ihr Vater gab ihr den ersten Geigenunterricht, als sie fünf Jahre alt war. Später studierte sie bei Stefan Gheorghiu, der selbst ein Schüler von George Enescu und David
Oistrakh war.
Im Alter von 19 Jahren gewann Mihaela Martin den zweiten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, dem weitere Hauptpreise in Montreal, Sion und Brüssel folgten. Mit dem ersten Preis beim Internationalen Violinwettbewerb in Indianapolis begann ihre internationale
Karriere. Sie konzertierte mit führenden Orchestern wie dem BBC Symphony, dem Royal Philharmonic und dem Montreal Symphony Orchestra sowie mit dem Mozarteum Orchester Salzburg und dem Gewandhausorchester Leipzig.
Gewandhausorchester. Sie hat mit Dirigenten wie Kurt Masur, Nikolaus Harnoncourt, Charles Dutoit und Neeme Järvi zusammengearbeitet.
Neben der Teilnahme an zahlreichen Kammermusikfestivals ist sie seit 2003 Gründungsmitglied des Michelangelo String Quartet, mit dem sie in der Carnegie Hall, der Boulez Hall, der Wigmore Hall, der Library of Congress, dem Concertgebouw und dem Theatre de Champs Élysée aufgetreten ist.
Mihaela Martin ist Professorin an der Hochschule für Musik in Köln, an der Barenboim-Said Akademie in Berlin und an der Kronberg Academy.
Außerdem gibt sie Meisterkurse in der ganzen Welt und ist regelmäßiges Jurymitglied bei wichtigen internationalen Wettbewerben wie Königin Elisabeth (Belgien), Indianapolis (USA), Enescu (Rumänien) und Tschaikowsky (Russland).
Mihaela Martin spielt eine Geige von J. G. Guadagnini aus dem Jahr 1748.

Sarah O'Brien
Harfe
Ist eine äusserst vielseitige Harfenistin, welche in ihren Programmen bewiesen hat, dass die Harfe nicht mehr in einem engen romantischen Rahmen gefangen ist, sondern von Barock bis zur Zeitgenössischen Literatur, eine eigenständige Stimme hat.
Sarah O’Brien ist nach über 20 Jahren als Soloharfenistin des Concertgebouw Orchesters Amsterdam und den Münchner Philharmonikern, im Jahr 2014 zu der intensiven Arbeit mit Studierenden übergegangen als Professorin für Harfe an der Zürcher Hochschule der Künste und der Hochschule für Musik in Basel. Ihre Studenten sind Preisträger int. Wettbewerbe und Probespiele.
Sarah O’Brien war davor Professorin am Mozarteum Salzburg und der Hochschule in Rotterdam. Gastprofessuren und Kurse.
Sie ist in Jurymitglied an Int. Harfenwettbewerben und Fachexpertin bei Probespielen und Berufungskommissione.
Preisträgerin des Concours International d‘Execution Musicale, (CIEM) Genf
und Gewinnerin des Studienpreises der Ernst Goehner Stiftung, Zürich.
Sie studierte in Genf bei Catherine Eisenhoffer, und in den USA bei Susann McDonald. Sie hatte ebenso das grosse Glück bei dem Harfenisten Maitre Pierre Jamet Unterricht zu haben, welcher eine der herausragendsten Harfenisten überhaupt war und noch mit Debussy gearbeitet hatte.
Ihre Tätigkeit also Soloharfenistin in zwei der grössten Orchester weltweit, führte sie in Tourneen durch ganz Europa, nach Japan, Asien und USA sowie in alle grossen Konzertsäle. Sie spielte als Solistin mit dem Concertgebouw Orchester unter Bernard Haitink und Hans Vonk, den Münchner Phiilharmonikern unter Hartmut Haenchen. dem Orchestre de la Suisse Romande unter Fabio Luisi und Arpad Gerez, dem Radio Sinfonieorchester Basel, dem Zürcher und Basler Kammerorchester, dem Nat. Radio Orchester Polen und vielen anderen.
Sarah O‘Brien arbeitet/e regelmässig mit Komponisten wie Luciano Berio, Heinz Holliger, Mauricio Kagel, Wofgang Rihm, Hans Zender und Klaus Huber.
Zahlreiche CD und Rundfunk Aufnahmen, in Solo und Kammermusik sowie mit den Orchestern,- auch als Gast bei Rundfunk Produktionen und Gesprächen Br-Klassik, SFR Klassik, Espace 2, Radio France u.v.a.
Ebenso ist sie Lektorin für Neuausgaben der Harfenliteratur zb. für den HP Verlag London und den Henle Verlag München.
www.sarahobrien.net

Thomas Seyboldt
Klavier
Thomas Seyboldt, Liedpianist, Solorepetitor, Musikwissenschaftler, Autor und Herausgeber, lehrt seit 1990 an Musikhochschulen, zunächst in Karlsruhe und ab 2010 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
Er leitet eine Liedklasse an der Musikhochschule Lübeck und gibt Interpretationskurse in Europa und Asien. Seit 2004 ist er Gastprofessor für Liedgestaltung an der University of Music in Xi’an / China. „Franz Schubert: Lieder (live)“, die neueste CD-Veröffentlichung des Liedduos Hans Christoph Begemann (Bariton) und Thomas Seyboldt, wurde von der "Opernwelt" im Januar 2018 zur CD des Monats gekürt und steht auf der Longlist 1/2018 vom „Preis der deutschen Schallplattenkritik“. „Eine Offenbarung“, findet Opernwelt-Chefredakteur Albrecht Thiemann. Die „großartigen Schubert-Recitals“ seien „fünf Stunden Liedkunst, die höchste Maßstäbe erfüllt, ja manches in den Schatten stellt, was gegenwärtig als der Schubert-Interpretationsweisheit letzter Schluss gilt.“ Die Aufnahmen wurden vom SWR live produziert und erschienen beim preisgekrönten Berliner Independentlabel „bastille musique“. Sie beinhalten die gesamten Hölty-Lieder und Schiller-Balladen, ausgewählte Goethe-Vertonungen, eine Wiederauflage der begehrten, aber zwischenzeitlich vergriffenen „Winterreise“ sowie die von Walther Dürr gehaltenen Einführungsvorträge.
Als Liedpianist hat Seyboldt von 1993-2001 das gesamte Liedwerk Schuberts aufgeführt. Sein breites Repertoire umfasst darüber hinaus alle bedeutenden Liedkomponisten. Als künstlerischer Leiter der „schubertiade.de • Forum für Liedkunst“ legt er Wert auf eine Programmgestaltung, die Zusammenhänge hörbar macht und die häufig literarisch orientiert ist. Umfangreiche Saisonprogramme wie „Robert Schumann – Das Liederjahr 1840“ oder Themenfestivals wie die „Heinrich-Heine-Tage“ sind ebenso Bestandteil dieser Konzeption wie integrale Aufführungen der Lieder von Johannes Brahms und – als Weltpremiere – von Schuberts Vokalensembles. Im Projekt LIEDERWENDE der „schubertiade.de“ gibt er dem aktuellen Liedschaffen lebender Komponisten Raum und hatte bislang Wolfgang Rihm, Wilhelm Killmayer und Moritz Eggert zu Gast. Neue Horizonte erschließt er mit dem großen Thema „Lieder ohne Grenzen“, das vielfältige Verbindungen zu unterschiedlichen Kulturräumen eröffnet – in der Saison 2013/14: Italien mit den Schwerpunkten Michelangelo, Petrarca und Goethe.
Thomas Seyboldt war Partner von Christiane Hampe, Ulrike Sonntag, Heidrun Kordes, Birgid Steinberger, Sarah Wegener, Thomas Quasthoff, Scot Weir, Lothar Odinius, Tilman Lichdi, Richard Salter, Hanno Müller-Brachmann sowie dem Geiger Ulf Hoelscher und Isabel Charisius, Bratscherin im Alban Berg Quartett. Mit dem Bariton Hans Christoph Begemann verbindet ihn eine mehr als 25-jährige intensive Zusammenarbeit als Lied-Duo.
Im Frühjahr 2016 erschien die hochkarätige SWR-Studioaufnahme des Duos „Wolfgang Rihm: Goethe-Lieder“ bei „bastille musique“. Die CD enthält Ersteinspielungen von Rihms gesamten Goethe- und Schiller-Vertonungen der Jahre 2004 bis 2014 und wurde mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet (Bestenliste 3/2016). Konzertreisen führten Seyboldt durch mehrere Länder Europas und nach Südamerika. CD-Produktionen, darunter eine „Winterreise“, Fernsehaufzeichnungen sowie zahlreiche Rundfunkaufnahmen bei verschiedenen europäischen Sendern dokumentieren seine Arbeit. Die Premieren-CD des von ihm gegründeten und geleiteten Männerquartetts „Schubert hoch vier“ erschien 2006 bei Carus und wurde mit dem internationalen Schallplattenpreis „Pizzicato Supersonic Award“ ausgezeichnet.

Ulrike Sonntag
Gesang
Ulrike Sonntag studierte zunächst Schulmusik und Germanistik in Stuttgart, dann Gesang in Rumänien und an der UdK Berlin bei Prof. Hartmann-Dressler. Sie nahm an Intensivkursen von Dietrich Fischer-Dieskau, Aribert Reimann und Elisabeth Schwarzkopf teil und war Preisträgerin bei mehreren Wettbewerben. Noch während der Studienzeit debütierte sie an der Hamburgischen Staatsoper als Oriane in Amadis von Joh. Chr. Bach und an der Deutschen Oper Berlin.
Feste Opernengagements führten sie über Heidelberg und Mannheim 1988 an das
Staatstheater Stuttgart. Von 1991 bis 1994 war sie Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper, wo sie als Susanna, Zdenka, Musetta, Marzelline, Sophie, Micaela, Pamina und Donna Elvira zu hören war. Gastverträge verbanden sie mit den Opernhäusern in Berlin, Frankfurt, Köln, Karlsruhe, Magdeburg, Monte Carlo, Kairo, Triest, Cagliari und Tel Aviv.
Unter Wolfgang Gönnenwein sang sie bei den Ludwigsburger Festspielen das Ännchen in der Inszenierung von Loriot und Pamina in der Inszenierung von Manthey. Bei den Opernfestspielen in St. Margarethen die Micaela.
Daneben ging Ulrike Sonntag einer internationalen Konzerttätigkeit nach, wovon zahlreiche
Rundfunk-, Fernseh- und Schallplatten- bzw. CD- und DVD- Aufnahmen Zeugnis geben.
Das Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik.
Die Sopranistin war Gast der Festivals in Salzburg, Wien, Frankfurt, Berlin, Montreux, Schwetzingen und trat mit vielen bedeutenden Orchestern und Dirigenten in ganz Europa, Russland, USA, China, Südamerika und Japan auf.
Ebenso spielt der Liedgesang eine wichtige Rolle, Ulrike Sonntag gab Liederabende unter anderem in der Alten Oper Frankfurt, in der Philharmonie Köln, beim NDR Hannover, bei den
Ludwigsburger Festspielen, beim Rheingau-Festival, mit Hermann Prey in Bad Urach, bei den
Heidelberger Schlosskonzerten, den Weilburger Schlosskonzerten, bei den Bodensee-Festspielen auf Schloss Achberg, bei der Biennale München, bei den Traunsteiner Musiktagen, auf Schloss Babenhausen, bei der Schubertiade im Ettlinger Schloss, bei den Sommerlichen Ulmer Musiktagen, in Weimar, Lissabon, Lausanne, Paris, Barcelona, Moskau, St. Petersburg, Montevideo, Asuncion und Cordoba. 2008 führte eine Tournee sie nach Wladiwostok für zwei Liederabende und einen Meisterkurs zum Thema Zauberflöte“.
Das Marienleben von Hindemith sang sie bei den Hindemith-Tagen in Berlin, Frankfurt,
Mannheim Salzburg, Bern, Mailand, beim Bodensee-Festival und in Madrid.
Lied-CDs sind erschienen mit den Mignon-Liedern von Schubert, Schumann und Wolf, sowie
mit Liedern und Kammermusik von Darius Milhaud. Die CD „Herbsttag“ enthält Vertonungen von Rilke-Gedichten.
Auch als Gesangspädagogin hat Ulrike Sonntag sich international profiliert. Seit April 2005 hält sie eine Professur für Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart inne. Zahlreiche Studierende erhielten Preise und Engagements (Koblenz, Regensburg, Innsbruck, Mannheim, Nürnberg, Antwerpen, Stuttgart, Prem/Russland, Festspiele Bayreuth, Braunschweig, Halle, Detmold, Darmstadt, Bielefeld, Bremerhaven, Flensburg, Zürich, Salzburg, Wien, Straßburg, Stralsund, Saarbrücken, Landestheater Salzburg, Görlitz, Bari, Staatsoper München, Semperoper u.v.a.m.). Im Wintersemester 2025/26 war sie Gastprofessorin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Standort Aachen.
Sie leitete zahlreiche internationale Meisterkurse: beim Oberstdorfer Musiksommer, beim Musikfest Stuttgart der Bachakademie Stuttgart unter Helmuth Rilling und Hans-Christoph Rademann, vier Mal am Conservatoire National Supérieure de Paris, an den Musikakademien in Bukarest, Riga und Budapest, an der Opernakademie Henfenfeld, auf La Palma. Seit 2014 jährlich an die Akademie Palazzo Ricci Montepulciano/Italien, 2017 am Sydney Conservatorium of Music und an der Universidade Aveiro/Portugal, 2018 am Staatlichen Konservatorium in Jerewan/Armenien, in Porto/Portugal, in Den Haag und in Venedig/Italien, im Sommer 2019 zwei Meisterkurse in New Delhi und Puna in Indien. 2019, 2020 und 2024 war sie im Dozententeam der Margreet Honig Summer Academy auf Schloss Weinberg/Österreich. 2021 zu Gast bei den Talent Summer Courses in Brescia/ Italien und an der Musikakademie in Lodz/Polen, seit 2022 im Haus Marteau in Oberfranken, 2023 an der Musikakademie in Danzig, 2024 Musikakademie Riga und 2025 zwei Mal am Conservatoire National Supérieure in Paris.

Geneviève Strosser
Viola
Geneviève Strosser, geboren in Straßburg, ist eine der interessantesten und versiertesten Bratschistinnen der Gegenwart.
Als Solistin tritt sie mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Ensemble Resonanz, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Orchestra La Verdi Milano, dem SWR, dem WDR, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg unter der Leitung von Peter Eötvös, Brad Lubman, Heinz Holliger, Bas Wiegers, Emilio Pomarico und Stefan Asbury u.a. auf.
Sie ist eine leidenschaftliche Verfechterin der Musik unserer Zeit und eine der anerkanntesten und gefragtesten Bratschistinnen, die derzeit das Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts spielen. Sie gibt zahlreiche Uraufführungen und arbeitet mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Franco Donatoni, Heinz Holliger, Isabel Mundry, Alberto Posadas, Peter Eötvös und George Benjamin zusammen.
Stefano Gervasoni, Hugues Dufourt und Laurent Cuniot haben ihr jeweils ein Violakonzert gewidmet. Geneviève spielt mit allen großen europäischen Ensembles für moderne Musik, darunter Projekte unter der Leitung von Pierre Boulez, Oliver Knussen, Sylvain Cambreling, Jonathan Nott und George Benjamin. Sie war Mitglied des Ensemble Modern und des Ensemble Recherche.
Ihr Spiel inspiriert insbesondere Georges Aperghis, der mehrere Solo- und Kammermusikstücke für sie geschrieben hat. Die intensive Zusammenarbeit mit Georges Aperghis hat dazu geführt, dass sie eine eher theatralische Seite entwickelt hat und ihr Repertoire auf der Bühne um Gesang und Bewegung erweiterte.
Über ein Jahrzehnt lang spielte Geneviève Strosser im Chamber Orchestra of Europe unter anderem mit Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, Carlo Maria Giulini und Sir Georg Solti. Heute wird sie regelmäßig als Gast-Solobratschistin in Orchestern wie dem Philharmonia Orchestra, dem BBC Wales, dem Orchestre National de France, dem Sinfonieorchester Basel und dem Orchestre du Théâtre de la Monnaie Bruxelles eingeladen. Geneviève Strosser ist Mitglied des Vellinger String Quartet in London (mit Gordan Nikolitch, Philippe Honoré und Sally Pendlebury).
Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Geneviève auch als Lehrerin sehr gefragt. Als engagierte Pädagogin unterrichtete sie am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance und war Assistentin von Jean Sulem am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris.
Derzeit ist sie Professorin für Viola an der Musikhochschule Basel in der Schweiz und wird regelmäßig zu Meisterkursen an anderen renommierten europäischen Festivals, Streicherkursen und Konservatorien eingeladen.
Geneviève Strosser spielt eine Viola von Matthias Albani aus dem Jahr 1660.

Matthias Wierig
Liedgestaltung
Matthias Wierig studierte Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Pi-hsien Chen und entdeckte bald seine Begeisterung für das Kunstlied.
So setzte er sein Studium in der Klasse für Liedgestaltung von Jürgen Glauß und in der Meisterklasse des berühmten amerikanischen Liedbegleiters Irwin Gage in Zürich fort. Ebenso wurde er in Meisterkursen von Graham Johnson unterrichtet.
Zahlreiche Auftritte führten den Liedpianisten zu renommierten Festspielen und Konzerthäusern, unter anderem zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen, Bad Kissinger Sommer, der Styriarte Graz, den Festlichen Tagen Alter Musik Knechtsteden, dem Klavierfestival Ruhr, Freunde des Liedes Zürich und zur Kammermusikreihe der Komischen Oper Berlin.
2002 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken berufen und leitet dort - ebenso wie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln eine Klasse für Liedgestaltung, aus der regelmäßig seine Studierenden als Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe hervorgegangen sind.
Seit 2023 ist Matthias Wierig Studiengangsleiter des Master-Studiengangs Liedgestaltung für Pianisten an der HfM Saar.
Er war Assistent bei vielen Meisterkursen von Rudolph Piernay, Anna Reynolds, Christa Ludwig, Brigitte Fassbaender und Marilyn Horne und arbeitet eng mit Barbara Schlick, Brigitte Lindner, Ruth Ziesak, Markus Schäfer, Thilo Dahlmann und Eva Vogel zusammen.
Matthias Wierig war mehrfach Juror bei dem Bundeswettbewerb Jugend Musiziert und unterrichtet neben seiner Hochschultätigkeit Liedinterpretation in Meisterkursen in ganz Europa.

Pieter Wispelwey
Cello
Pieter Wispelwey is equally at ease on the modern or period cello. His acute stylistic awareness, combined with a truly original interpretation and a phenomenal technical mastery, has won the hearts of critics and public alike in repertoire
ranging from JS Bach to Schnittke, Elliott Carter and works composed for him.
Highlights of the 16-17 season include a play-direct project with the Sydney Symphony Orchestra, a performance of the complete Bach suites at Auditorium de Lyon and the City Recital Hall in Sydney, performances of Tavener’s Svyati with the Flanders Radio Choir and two recitals at King’s Place in London as part of their ‘Cello Unwrapped’ season. Pieter will also give series of extraordinary recitals at the Melbourne Recital Centre as part their Great Performer Series, where he will perform the complete Bach Suites, Beethoven’s complete works for cello and piano, and the two cello sonatas by Brahms over the course of three consecutive evenings.
Pieter Wispelwey enjoys chamber music collaborations and regular duo partners include pianists Cédric Tiberghien and Alasdair Beatson and he appears as a guest artist with a number of string quartets including the Australian String Quartet.
Wispelwey’s career spans five continents and he has appeared as soloist with many of the world’s leading orchestras including the Boston Symphony, Dallas Symphony, St Paul’s Chamber Orchestra, NHK Symphony, Yomiuri Nippon, Tokyo Philharmonic, Sapporo Symphony, Sydney Symphony, London Philharmonic, Hallé Orchestra, BBC Symphony, BBC Scottish Symphony, Orchestra of the Age of Enlightenment, Academy of Ancient Music, Gewandhaus Orchester Leipzig, Danish National Radio Symphony, Budapest Festival Orchestra and Camerata Salzburg. Conductor collaborations include Ivan Fischer, Esa-Pekka Salonen, Herbert Blomstedt, Yannick Nézet-Séguin, Jeffrey Tate, Kent Nagano, Sir Neville Marriner, Philippe Herreweghe, Vassily Sinaisky, Vladimir Jurowski, Louis Langrée, Marc Minkowski, Ton Koopman and Sir Roger Norrington.
With regular recital appearances in London (Wigmore Hall), Paris (Châtelet, Louvre), Amsterdam (Concertgebouw, Muziekgebouw), Brussels (Bozar), Berlin (Konzerthaus), Milan (Societta del Quartetto), Buenos Aires (Teatro Colon), Sydney (The Utzon Room), Los Angeles (Walt Disney Hall) and New York (Lincoln Center), Wispelwey has established a reputation as one of the most charismatic recitalists on the circuit
In 2012 Wispelwey celebrated his 50th birthday by embarking on a project showcasing the Bach Cello Suites. He recorded the complete Suites for the third time, released on the label ‘Evil Penguin Classics’. The box set also includes a DVD featuring illustrated debates on the interpretation of the Bach Suites with eminent Bach scholars Laurence Dreyfus and John Butt. A major strand of his recital performances is his performances of the complete suites during the course of one evening, an accomplishment that has attracted major critical acclaim throughout Europe and the US. “On paper it is a feat requiring brilliance, stamina and perhaps a bit of hubris. In practice Mr. Wispelwey proved himself impressively up to the challenge, offering performances as eloquent as they were provocative” ( New York Times).
Pieter Wispelwey’s impressive discography of over 20 albums, available on Channel Classic, Onyx and Evil Penguin Classics, has attracted major international awards. His most recent concerto release features the C.P.E. Bach’s Cello Concerto in A major with the Musikkollegium Winterthur, whilst he is also midway through an imaginative project to record the complete duo repertoire of Schubert and Brahms. Other recent releases include Lalo’s Cello Concerto, Saint-Saen’s Concerto no.2 and the Britten Cello Symphony with Seikyo Kim and the Flanders Symphony Orchestra, Walton’s Cello Concerto (Sydney Symphony/Jeffrey Tate), Prokofiev’s Symphonie Concertante (Rotterdam Philharmonic/Vassily Sinaisky.
Born in Haarlem, The Netherlands, Wispelwey’ studied with Dicky Boeke and Anner Bylsma in Amsterdam and later with Paul Katz in the USA and William Pleeth in the UK.
Pieter Wispelwey plays on a 1760 Giovanni Battista Guadagnini cello and a 1710 Rombouts baroque cello.