Kolleg der Künste Montepulciano

Das Kolleg der Künste Montepulciano ist eine Kooperation der sieben Kunst- und Musikhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Es ermöglicht Studierenden und Lehrenden der beteiligten Hochschulen in Montepulciano interdisziplinäres, künstlerisches Arbeiten und Forschen, um neue Zugänge zu den Künsten zu erschließen.

Summerlab und das Labor der Künste

Zu den besonderen Arbeitsformaten gehören das SummerLab und das Labor der Künste mit unterschiedlichen Schwerpunkten in spartenübergreifender Zusammenarbeit und fachbezogener Spezialisierung. Zudem ermöglicht das Kolleg Studierenden der künstlerischen Studiengänge die Teilnahme an einem jährlichen kammermusikalischen Projekt.

Darüber hinaus können sich Studierende aller Sparten im Rahmen des Kurz-Residenz-programms „Students in Residence“ für Arbeitsaufenthalte im Palazzo Ricci bewerben.

Im Rahmen von Kurz-Residenzprogramms nutzen zudem die am Kolleg beteiligten Hochschulen den Palazzo Ricci auch für eigene Projekte. So können Hochschulklassen und -ensembles hier mit ihren Dozenten in besonderer Atmosphäre konzentriert arbeiten. Auch Konzerte oder kleine Ausstellungen vor Ort sind möglich.

Students in Residence Projekt

WAS WAHR BLEIBT – Performance und interaktive Installation

Irene Tanuwidjaja (Komposition), Joan Tan Jing Wen (Komposition), Hannah Otto (Sopran)

Im Rahmen unserer Residence an der Europäischen Akademie der Künste in Montepulciano hatten wir die Möglichkeit, uns vollständig auf unser gemeinsames Projekt WAS WAHR BLEIBT zu konzentrieren. Diese intensive Arbeitsphase hat es uns erlaubt, als interdisziplinäres Trio eng zusammenzuarbeiten, die Räumlichkeiten der Residence und die besondere Umgebung Montepulcianos für verschiedene Experimente, Proben und technische Tests zu nutzen und das Werk inhaltlich wie gestalterisch weiterzuentwickeln.

WAS WAHR BLEIBT vereint Live-Performance und interaktive Installation. Im Zentrum des Projekts steht die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit von Erinnerungen und den Spuren, die wir hinterlassen. Die Besucher:innen der Installation werden selbst zu Teilnehmenden: Ihre Silhouetten werden erfasst und auf eine looping Video-Projektion übertragen, wo sie sich mit den Eindrücken vorheriger Besucher:innen verschmelzen. Durch diese kontinuierliche Überlagerung verändern und verzerren sich die visuellen Spuren – eine direkte Reflexion der Fragilität und Wandelbarkeit von Erinnerung. Das Werk wirft die zentrale Frage auf: Kann das, was bleibt, noch als wahr angesehen werden?

Nach der intensiven Arbeitsphase in Montepulciano wurde das Projekt am 4. Juli 2025 im Konzertsaal der HfMT Köln im Rahmen des KOMPASS-Konzerts präsentiert. Die Präsentation ermöglichte es, das Publikum unmittelbar in die Erforschung von Erinnerung, Wahrnehmung und Spuren einzubeziehen und das Werk in seiner interaktiven Dimension erfahrbar zu machen.

Zukunftsschmiede für Künstler und Ensembles

Aus Montepulciano-Projekten sind eine Reihe das Studium überdauernde Künstlergruppierungen und Ensembles hervorgegangen, die ihren Weg ins Berufsleben finden konnten.

Beteiligt an diesem bundesweit und international einzigartigen, viel beachteten Zusammenschluss des „Kollegs der Künste“ sind die Hochschule für Musik Detmold, die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, die Folkwang Universität der Künste Essen, die Hochschule für Musik und Tanz Köln, die Kunsthochschule für Medien Köln, die Kunstakademie Münster und die Kunstakademie Düsseldorf. Die Teilnahme an Projekten des Kollegs wird als Studienleistung anerkannt.

Das Kolleg der Künste Montepulciano wird ermöglicht durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und durch Mittel des DAAD.